Losung des Tages:

Montag, 25.06.2018

Um deines Namens willen verwirf uns nicht! Lass den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden!

Jeremia 14,21

Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.

2.Thessalonicher 1,11

© Evangelische Brüder-Unität–Herrnhuter Brüdergemeine
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Berichte Archiv

Glaube im Gespräch

"Der Prophet Jona"

Donnerstag, 21. Juni um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Truchtelfingen

Herzlich willkommen!

Einladende Kirche sein

Festlicher Gottesdienst mit Posaunenchor und Taufe

Es war ein wirklich feierlicher Gottesdienst zum zweiten Sonntag nach Trinitatis (10. Juni 2018): Eine Taufe wurde gefeiert und der Truchtelfinger Posaunenchor spielte wieder einmal erhebend unter der bewährten Leitung seines langjährigen Dirigenten Willy Schneider. Der gesamte festliche Gottesdienst stand unter dem Spruch zu diesem Sonntag, dem Heilandsruf: „Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28). Dem Vorspiel durch den Posaunenchor folgte das Gemeindelied „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334,1-6). Schriftlesung war das Gleichnis Jesu vom großen Abendmahl (Lukas 14,15-24). Vor der Predigt sang die Gemeinde das Wochenlied „Ich lobe dich von ganzer Seelen“ (EG 250,1-3). In seiner Predigt zu 1.Korinther 14,1-3. 20-25) machte Pfarrer Christoph Grosse deutlich, es komme darauf an, so von Gott zu reden, dass es bei den Menschen ankomme und verstanden werde. Die Kirche Jesu Christi sei eine einladende Kirche. Die Sprache der Liebe spreche an. Er schloss mit dem Bibelvers, welchen die Tauffamilie für den Täufling ausgewählt hat: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinden das Böse mit Gutem“ (Römer 12,21). So habe Jesus gelebt. An seinen Nachfolgern sei es, zum Glauben an Jesus einzuladen und so zu leben, dass die Menschen verstehen: Es ist Jeus, der ruft.

In seiner kurzen Taufansprache sagte Pfarrer Christoph Grosse, vom Glauben müsse erzählt werden, sei doch die Bibel das große Erzählbuch der Taten Gottes. Er machte Mut dazu, den Kindern Geschichten aus der Bibel zu erzählen.

Auf die Taufe folgten als Tauflied „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3), Fürbitten und Vaterunser und als Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ (EG 171,1-4), bevor dann der festliche Gottesdienst mit dem Segenslied („Verleih uns Frieden gnädiglich“, EG 421), dem Segen und dem Nachspiel seinen Abschluss fand. An der Orgel saß der junge Till Grosse. Dieser Gottesdienst war beispielhaft für eine einladende Kirche.

Walter Rominger

Ein schöner Brauch: Gemeindefrühstück am Muttertag

Seit etwa 15 Jahren gibt es in unserer Kirchengemeinde zwei Mal pro Jahr ein Frühstück vor dem Gottesdienst: am zweiten Sonntag in Advent und am zweiten Sonntag im Mai, dem Muttertag. Dann kommen jedes Mal zahlreiche Gemeindeglieder ins Gemeindehaus und lassen sich an den schön gedeckten Tischen zum Frühstück nieder. An den Tischen kam  es zu teils angeregten und anregenden Gesprächen. Das gemeinsame Essen und Trinken stiftet Gemeinschaft und bringt Menschen einander näher. Darum geht es ja auch in einer Kirchengemeinde.

Nach diesem Gemeindefrühstück war der Gottesdienst zum Sonntag Exaudi. Pfarrer Christoph Grosse spürte man es ab, wie er noch ganz unter dem Eindruck der Kindergottesdiensttagung in Stuttgart stand, einem Begegnungsfest und einer Fortbildungsveranstaltung, an der er als Kindergottesdienstpfarrer des Kirchenbezirks Balingen zwei Tage teilnahm (die Tagung fand von Himmelfahrt bis Sonntag Exaudi, 10. bis 13. Mai mit 2000 Teilnehmern statt). Die Zahlen sind immer noch beachtlich: 184.000 Kindergottesdienste werden deutschlandweit gehalten; es gibt 48.000, meist ehrenamtliche Kindergottesdiensthelfer in 9.000 Helferteams. Weil Kinder in den Glauben hineinwachsen sollen, deshalb sei es wichtig, dass Kindergottesdienste stattfinden. Gottes Geist ziehe in die Herzen ein, gehe mit, wirke und lebe in ihnen. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Satz, unter dem die Kindergottesdienstkonferenz stand: „Aus gutem Grund auf gutem Grund“.  Walter Rominger

„Nun danket alle Gott …“

Eindrücke vom Konfirmationsgottesdienst in der Galluskirche

Unter festlichen Klängen des Posaunenchors zogen am Sonntag Kantate (29. April) 14 Konfirmanden in die gut besetzte Galluskirche zu ihrem Konfirmationsgottesdienst ein. Da der Katechismusteil bereits am Sonntag zuvor „absolviert“ worden war, durfte ein Gutteil der Aufregung weggefallen sein. So war dies denn auch ein entspannter Festgottesdienst mit Abendmahl. Passend dazu war das Eingangslied, wie auch andere, vor allem das Schlusslied. Drei Strophen aus „Lobe den Herren, den möchtigen König der Ehren“ (EG 317, 1. 2. 5, Joachim Neander) sang die Gemeinde zu Beginn, begleitet von Bernd Koch an der Orgel. Die Gebetsbitten des Kollektengebets trugen Konfirmanden vor. Passend zur Konfirmation, da damit ja auch der Ruf in die Nachfolge verbunden ist, war die Schriftlesung von der engen Pforte, die zum Leben fährt (Matthäus 7,13ff.). Ein Musikstück des Posaunenchors, der unter der bewährten Leitung von Nico Schneider musizierte, leitete zum Predigtteil über. Der Predigt vorangestellt war ein kurzer Film über die Konfirmandenzeit 2017/2018. Pfarrer Christoph Grosse legte seiner Predigt die Jahreslosung für 2018 zugrunde. „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Wie ein roter Faden zog sich, wenn auch unausgesprochen, „Nachfolge“ durch die Predigt. Es seien ganz starke Worte, die er den Konfirmanden mit auf ihren weiteren Lebensweg geben wolle. Auf diesem werde manches gelingen, aber auch so manche Durststrecke zu bewältigen sein und manches umsonst sein. Umsonst bedeute in der Jahreslosung gratis, kostenlos. Das Leben sei einem jeden geschenkt worden, ohne irgendeine Vorleistung. Pfarrer Christoph Grosse machte Mut, zum Glauben zu stehen. Es komme auch nicht allein darauf an, danach zu fragen, was mit gut tut, sondern auch was dem Nächsten dienlich ist. Wenn ich Jesus folge, dann brauche ich nicht andauernd zu überlegen, ob ich das auch durchhalte. Denn Gott verheiße mir, dass er mit ihr gehe. Pfarrer Christoph Grosse schloss mit der tiefen Wahrheit: Was wir glauben ist eine der wichtigsten Fragen in unserem Leben. Es ist gar das Wichtigste im Leben eines Christenmenschen.

Die Konfirmanden hatten ein Wunschlied für ihren Konfirmationsgottesdienst ausgewählt: „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3, Text: Manfred Siebald, Melodie: Kurt Frederic Kaiser), das die Gemeinde nach der Predigt sang (Begleitung: Strophe 1 Orgel; Strophe 2 und 3 Posaunenchor).

Nachdem am vorangehenden Sonntag das Apostolische Glaubensbekenntnis aufgesagt worden war, sang die Gemeinde im Konfirmationsgottesdienst ein Lied zum Glaubensbekenntnis, das zur Verpflichtung und Einsegnung überleitete. Unter Handauflegung wurden die Konfirmanden einzeln eingesegnet und ihnen ihre Denksprüche überreicht, die sie sich selbst ausgewählt hatten. Eltern und Paten der Konfirmanden trugen, versammelt vor dem Altar, einen Wunsch ihn Form eines Liedes vor: „Das wünsch ich dir“. Die (Laien)Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, richtete ein Grußwort an die frisch Konfirmierten. Sie lud diese in den Teeny-Kreis ein und gab der Hoffnung Ausdruck, ihr Konfirmationsspruch möge sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Ein besonderer Dank für ihr Engagement bei den Konfirmanden erging an Susanne Conzelmann und Torsten Gillmeister.

Das Lied „Jesus in my house“, vorgetragen von den Konfirmanden, leitete zum Abendmahl über. Die Austeilung geschah in Form der Wandelkommunion, so dass diese sich trotz der zahlreichen Abendmahlsgäste nicht in die Länge zog. Der Festgottesdienst ging dann auch seinem Ende zu. Auf den Dankpsalm folgte das Fürbittengebet, bei dem einzelne Konfirmanden Bitten vortrugen. Es schloss mit dem gemeinsamen Vaterunser. Vor dem Segen sang die Gemeinde das bekannte Lied von Martin Rinckart „Nun danket alle Gott“ (EG 321, Begleitung Strophe 1 Orgel; Strophe 2 Posaunenchor; Strophe 3 Orgel und Posaunenchor, Satz von Johann Sebastian Bach).

Unter Posaunenklängen zogen die Konfirmanden aus. Es schloss sich dann die Feier der einzelnen Konfirmandenfamilien an – und für ein Erinnerungsfoto blieb bestimmt auch noch Zeit; die Galluskirche war ja den ganzen Nachmittag hindurch geöffnet.

Walter Rominger.

Christi Himmelfahrt

   Donnerstag, 10. Mai

   Distriktsgottesdienst im Grünen

 

bei der alten St.-Michaels-Kirche Burgfelden 11.00 Uhr

mit Bläserinnen und Bläsern des Kirchendistrikts

im Anschluss einfache Bewirtung beim Bürgerhaus.

Für den Gottesdienst bitte nach Möglichkeit Klappstühle oder Decken mitbringen.

 

Bei schlechtem Wetter ist der Gottesdienst in der neuen St.-Michaels-Kirche (Kesselstr.11)

Die Youngsters sind wieder unterwegs!

Wann:                       Samstag, 5. Mai  2018 um 10.00 Uhr

Wo:                Gemeindehaus

Wir starten eine               Foto-Rallye!

Am 5. Mai verwandeln wir Truchtelfingen in eine große Foto-Kulisse!

Viele verschiedene Aufgaben stehen auf der Programmliste, dazu brauchen wir viele Kids mit schlauen Ideen. Bist Du dabei?

Wichtig! Damit wir planen können – auch für das Mittagessen - solltest Du Dich bis Donnerstag, 03. Mai beim Pfarramt anmelden:

-> per Telefon (07432/ 5136)

-> persönlich bei Pfarrer Grosse

-> per Mail hier

 

Wir freuen uns auf Dich:

Jugendreferent Kevin Klatt und die Evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen

P.S. Falls Du oder Deine Eltern nicht möchten, dass Du eventuell auf einem Foto für die Presse, Publikationen der Kirchengemeinde oder des Evangelischen jugendwerks erscheinst, bitte bei der Anmeldung Bescheid geben!

„Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld …“

Eindrücke vom Karfreitagsgottesdienst

Ganz dem Kasus angepasst und angemessen war der Abendmahlsgottesdienst zum Karfreitag. Lieder, Lesungen, Gebete und die Predigt waren auf das Sterben Jesu, dem Opfer für Sünder, ausgerichtet. Dem feierlichen, geradezu erhebenden Vorspiel durch den Posaunenchor folgten das spätmittelalterliche Lied „Ehre sei dir, Christe“ (EG 75,1-3), ein ursprünglich orthodoxes „Sanctus“ (EG 185,4), als Wechselgebet Teile aus Psalm 22 (EG 708) und dann als Schriftlesung der Bericht vom Sterben Jesu (nach Johannes 19,16-30). Als „Glaubensbekenntnis“ sprach die Gemeinde, passend zu Karfreitag, das alttestamentliche Lied vom Gottesknecht aus dem Propheten Jesaja (53,4ff.). Danach stimmte die Gemeinde mit abwechselnder Begleitung von Orgel und Posaunenchor das geradezu berühmte und so berührende Lied zum Karfreitag von Paul Gerhardt an: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ (EG 83,1.2.4).

In seiner Predigt zu Hebräer 9,15.26-28, sagte Pfarrer Christoph Grosse, das Geschehen des Karfreitags sei aus der Perspektive von Ostern aus zu bedenken. So sind auch die frühen Christen verfahren, etwa der Verfasser des Hebräerbriefes. Jesus sei erschienen, um als Opfer die Sünden hinweg zu nehmen, um sich für andere zu opfern. Der Ausdruck Opfer sei im Deutschen mehrdeutig; Opfer könne ein Schimpfwort sein. Im Englischen werde richtegerweise unterschieden in sacrifice, was Hingabe bedeute, und in victim, was bedeute, zum Opfer werden. Bereits die Menschwerdung Jesu sei ein Opfer gewesen. Sein Opfer am Kreuz hebe alle anderen Ofer auf. Jesus macht den Weg zu Gott frei, indem er zum Opfer wird. Man dürfe Jesus auf seiner Seite wissen und könne darauf warten, dass Jesus einem begegne.

Das Passionslied „Das Kreuz ist aufgerichtet“ (EG 94,1-5), das teils von der Orgel und teils vom Posaunenchor begleitet wurde, leitete zur Abendmahlsfeier über. Nach Schuldbekenntnis und Zuspruch der Vergebung wurde noch das Gemeindelid „Korn das in die Erde“ (EG 98,1-3) mit Begleitung des Posaunenchors gesungen. Während des Abendmahlsempfangs erklang dezent die Orgel. Mit dem Dankgebet, zwei Gemeindeliedern („Kreuz auf das ich schaue“, EG 548,1-3; „Nun gehören unsere Herzen“, EG 93,1 – als Segenslied) und dem aaronitischen Segen fand der Gottesdienst zu Karfreitag sein Ende. Zu weiterem Nachdenken über das Sterben Jesu dürfte  er durchaus angeregt haben. Der Posaunenchor spielte unter seinem langjährigen Leiter Willy Schneider, und an der Orgel saß Bernd Koch.

Walter Rominger

Mitarbeiter gesucht

Für den Kindergarten Gänsbach suchen wir ab sofort eine Reinigungskraft als Krankheitsvertretung für täglich 2 1/2 Stunden.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Kirchenpflegerin Carmen Essigbeck oder im Pfarramt.

Für den Kindergarten Rossental suchen wir ab 1. Mai einen Hausmeister für die Außenanlagen, kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten sowie Schneeräumen. Der Umfang der Beschäftigung beträgt ca. 5 Wochenstunden.

„Der Herr ist auferstanden“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!

Zur Feier der Osternacht

Eine stattliche Anzahl von Christen fand sich frühmorgens um 6.00 Uhr trotz verhaltener Temperatur am die Dunkelheit erhellenden Osterfeuer hinter der Truchtelfinger Galluskirche ein. Sie wollten die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus feiern, der an jenem ersten Ostermorgen in der Frühe aus dem Grab mit unsterblichem Herrlichkeitsleib erstanden ist.

Mit sich wiederholenden Liedern, begleitet von der Flötengruppe, Gebeten und Lesungen zog die Gemeinde in die noch dunkle Kirche ein. Auf das Osterbekenntnis: „Der Herr ist auferstanden“ antwortete die Gemeinde: „Er ist wahrhaftig auferstanden“. Der bereits mittelalterliche Osterchoral „Christ ist erstanden“ (EG 99) erklang. Pfarrer Christoph Grosse verdeutlichte dann anhand von 1.Thessalonicher 4,13ff., dass Christen Ostern als Hoffnungstag feiern. Gott führe, so der Apostel Paulus, ans Ziel, in den Himmel, die, die bereits entschlafen sind, als auch die, die noch leben.

An der großen Osterkerze, die am Osterfeuer entzündet wurde, hatten die Gottesdienstbesucher inzwischen ihre kleinen Kerzen angezündet. Auch das Licht war mittlerweile eingeschaltet und die Orgel tat ihren Dienst.

Das alte Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100,1 + 2) leitete zur Tauferinnerung über. Jesus habe seine Jünger mit der Taufe beauftragt (Matthäus 28,18-20) und Paulus diese Handlung dann gedeutet (Römer 6). Mit der Taufe hat das Neue begonnen; der Getaufte ist mit Jesus auferstanden und durch die Taufe zu Gottes Kind geworden. Zur Erinnerung an ihre eigene Taufe konnten sich die  Gottesdienstbesucher am Taufbecken mit Wasser benetzen. Die Tauferinnerung fand ihren Abschluss mit dem bekannten Tauflied „Ich bin getauft auf deinen Namen“ (EG 200,1).

Die sich anschließende Abendmahlsfeier wurde eingeleitet mit dem Gemeindelid „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ (EG 229,1-3). Nach der Austeilung des Abendmahls ging die Osternachtsfeier mit dem Dankpsalm, dem Fürbittengebet und Vaterunser und dem Gemeindelied „Er ist erstanden, Halleluja“ (EG 116,1-5) zu Ende. An den Lesungen waren Konfirmanden beteiligt. Auch war die Feier der Osternacht in die Mini-Osterfreizeit integriert, die am Karsamstag und Ostersonntag erstmalig stattfand, und von Süddeutscher Gemeinschaft und Kirchengemeinde gemeinsam getragen wurde. Die Feier der Osternacht war beeindruckend, wurde in ihr doch in Lesungen, Gebeten und Liedern das grundstürzendste Ereignis, das je stattfand, zur Sprache gebracht und gefeiert: die Überwindung des Todes durch Christus und damit der Anbruch der Neuschöpfung.

Nach der Feier der Osternacht war die Gemeinde zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus eingeladen. Konfirmanden und Jugendliche, die an der Mini-Osterfreizeit teilnahmen, hatten die Frühstückstische gedeckt und besorgten anschließend den Abwasch. Nicht wenige aus der Gemeinde ließen sich an den drei in langen Tafeln aufgestellten Tischen nieder, genossen den gedeckten Tisch und pflegten angeregte Unterhaltungen.

Walter Rominger

Mini- Osterfreizeit für Jugendliche und junge Erwachsene

Ostersamstag und Ostersonntag im Gemeindehaus (ohne Übernachtung)

Samstag 9.30 Uhr – 22.00 Uhr - Sonntag 6.00 Uhr (Osternacht) – 21.00 Uhr

Mit Bibelgespräch, Musik, Spielen, Kreativem, Osterrallye, Gemeinschaft u.v.m.

Kosten: 10,- € pro Tag (inkl. Mahlzeiten) – es ist auch möglich, nur an einem Tag teilzunehmen.

Veranstalter: Evang. Kirchengemeinde Truchtelfingen und Süddeutsche Gemeinschaft Truchtelfingen

Zur Anmeldung geht es hier

Mini-Osterfreizeit

7 Wochen ohne Kneifen

Denkanstöße der evangelischen Kirche zur Fastenzeit

Am 14. Februar beginnt die Fastenzeit. Traditionell verkneifen sich Christen in der Fastenzeit Süßes, Alkohol oder den Braten am Wochenende. Was aber, wenn man die sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern mal nicht verzichtet, sondern über sich hinauswächst und Neues ausprobiert? Dieser Frage geht die Aktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirche nach.

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Was wäre wenn ich meinen Frust nicht in mich reinfresse? Wenn ich offen anspreche was mich stört und die Gefahr eines unangenehmen Gesprächs auf mich nehme? Denn nur durch ein klärendes Gespräch kann sich meine Situation verbessern, oder? Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“, wird sich seinen Zweifeln stellen. Er wird bei der Vorstandssitzung seines Vereins ansprechen was ihn stört, auch wenn ihn das zum „Buhmann“ machen wird. „Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter“, sagt Brummer.

Seit mehr als 30 Jahren lädt die evangelische Kirche in Deutschland zur Fastenaktion „7 Wochen ohne“ ein. In jedem Jahr stehen steht diese Zeit unter einem bestimmten Motto. Vergangenes Jahr war es zum Beispiel „7 Wochen ohne Sofort“. Das Ziel der Aktionen ist, die Fastenzeit nicht nur auf den Verzicht von kalorienreichen Genussmitteln zu reduzieren, sondern neue Denkanstöße zu geben. Die Teilnehmer bekommen Impulse, wie sie die traditionelle Fastenzeit nutzen können um festgefahrenen Denkmustern im Alltag zu entkommen. Im besten Fall wächst man über sich hinaus und erfreut sich das ganze Jahr über an den neuen Erkenntnissen.

Alle Impulse sind eng mit Bibelstellen, Psalmen oder Menschen aus der evangelischen Kirchengeschichte verknüpft.

Mit gutem Geld die Welt FAIRändern

Informatives Männervesper in Tailfingen

Eine zweifache Premiere brachte das 38. Männervesper am 9. März in Tailfingen im Foyer der Zollern Alb-Halle. Zum einen sprach mit Frau Dr. Christina Alff erstmals nach bald 20 –jährigem Bestehen der Männervesper in Tailfingen eine Frau in dieser reinen Männerrunde und musizierte ebenfalls zum ersten Mal das Blechbläserensemble „MessingRüssel“, das sich aus Posaunenbläsern aus den Talganggemeinden zusammensetzt.

Nach schwungvollem Einstieg durch „MessingRüssel“ und einem ausgiebigen Vesper sprach dann Frau Dr. Christina Alff aus Stuttgart, Referentin bei der Genossenschaft Oikocredit, zum Thema „Mit Geld die Welt FAIRändern“. Sie wollte dafür sensibilisieren, was richtig angelegtes Geld positiv bewirken kann. Christina Alff berichtete, dass Oikocredit Kleinkredite zu niedrigen Zinsen an innovative Menschen in der Dritten Welt weitergebe, die bei gängigen Kreditinstituten wegen mangelnder Sicherheit keine bekämen. Die Kreditnehmer sehen sich in ihrer Würde bestätigt und empfinden Stolz, wenn sie die Darlehen zurückzahlen könnten. Zurzeit fördere Oikocredit etwa 800 Projekte in 70 Entwicklungsländern. Oikocredit hat ein Vermögen von einer Milliarde und Geldeinlagen von über 54000 Menschen.

Besonders (Eigen)Initiativen von Frauen werden gefördert, da diese das Geld, das sie verdienen, in die Bildung und Gesundheit ihrer Kinder stecken. Oikocredit ist bestrebt, Landwirtschaft und fairen Handel miteinander zu verknüpfen, da dann die Menschen am Anfang der Wertschöpfungskette mehr verdienen. Genossenschaften werden gefördert, weil so Zwischenhändler ausgeschaltet sind und damit die Chance für Entwicklungsländer bestehe, ihre Rohprodukte selbst weiter zu verarbeiten. Wenn Arbeit und Lohn vorhanden sind, dann ist der Anreiz, das Land zu verlassen, nicht mehr groß. Seit einigen Jahren ist Oikocredit auch bei erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie und Wasserkraft eingestiegen, von denen Drittweltländer reichlich haben.

Die Dividende betrug während der vergangenen 27 Jahre im Durchschnitt zwei Prozent; angesichts der dauerhaften Niedrigzinsphase wird sie sich wohl nicht halten lassen.

Nach einigen Musikstücken von „MessingRüssel“ ging mit Brahms Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht …“ eine bereichernde Abendveranstaltung zu Ende.

Das kommende Männervesper findet am 26. Oktober 2018 im Foyer der Zollern Alb-Halle statt. Referent ist dann Gemeinschaftspastor Günter Röhm aus Ebingen. Sein Thema lautet: „Prioritäten“.

Walter Rominger

 „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast“

Ein wirklich gelungener Familiengottesdienst am Sonntag Lätare

Mitten in der Passionszeit ein Hauch von Freude und Innehalten – das ist der Sonntag Lätare (Freuet euch); da klingt bereits österliche Freude an. Diese Vorfreude auf Ostern mitten in der Passionszeit kam denn auch bei, Familiengottesdienst am 11. März geradezu spürbar zum Ausdruck. Gut vorbereitet waren die Kinder des Kindergartens Rossental zusammen mit ihren Erzieherinnen gekommen, um den Gottesdienst mitzugestalten. Und sie machten ihre Sache wirklich prima. Vom Lied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“, sangen sie, begleitet von einer Gitarre, die ersten beiden Strophen, die Erwachsenengemeinde dann die nächsten beiden und alle zusammen die fünfte Strophe. Psalm 23 hatten sie offensichtlich auswendig gelernt und beteten diesen dann zusammen mit den Erwachsenen.

Ein wahrhaft freudiges Ereignis ist die Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum (Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-10; vgl. auch Johannes 4,43-54), dessen kranken Knecht Jesus durch eine „Fernheilung“ von dessen Krankheit befreit. In einem Anspiel verdeutlichten die Kinder des Kindergartens diese Krankenheilung und wurden dafür mit spontanem Beifall aus der Gemeinde bedacht. In seiner Predigt ging Pfarrer Christoph Grosse ebenfalls auf diese Geschichte ein. Auch wenn keine Heilung geschehe, vollziehe sich so manches Mal ein Wunder, dann nämlich, wenn jemand zum Heil komme, was mehr sei, als gesund zu werden; es sei dann, wenn die Seele nicht mehr weine. Und dafür genüge manchmal ein Wort. Aber manchmal bekämen wir auch keine Antwort; Gott schweige. Das müssten wir aushalten. Trost sei auch dann vorhanden, wenn ich merke, Gott ist da, auch wenn er schweigt. Gott nehme nicht alle Last einfach ab, aber er helfe tragen. Pfarrer Christoph Grosse schloss gewissermaßen mit der Wiederholung: Heil ist, wenn mir die Seele nicht mehr weh tut.

Darauf nahm der Familiengottesdienst den gewohnten Gottesdienstverlauf und kam auch rasch zu seinem Ende. Nach dem Dank an die Kindergartenkinder und deren Erziehrinnen sangen diese noch das Segenslied: „Gott hält über dir segnend seine Hand“.

Im Anschluss an den Familiengottesdienst waren alle zum Kirchenkaffee eingeladen. Recht viele aus der Gemeinde blieben und unterhielten sich bei selbstgemachtem Kuchen und heißem Kaffee teils recht angeregt. Somit fand ein gelungener Gottesdienst einen schönen Abschluss.

Walter Rominger, Ebingen

„Geh unter der Gnade …“

Goldene Konfirmation in der Galluskirche am Sonntag Oculi

Es war, passend zum Anlass, ein schöner Vorfrühlingstag. Die Kirchengemeinde Truchtelfingen feierte am Sonntag Oculi (4. März) das Fest der Goldenen Konfirmation. Am 24. März 1968, dem Sonntag Lätare, waren 36 Konfirmanden und Konfirmandinnen vom langjährigen Truchtelfinger Pfarrer Rudolf Funk eingesegnet worden.

Dem Anlass entsprechend war der Gottesdienst in der Galluskirche festlich gestaltet, wozu ganz wesentlich das erhebende Spiel des Posaunenchors unter der Leitung von Nico Schneider beitrug. Nach festlichem Vorspiel und Begrüßung der Jubel-Konfirmanden und der Gemeinde durch Pfarrer Christoph Grosse, war das Lied zum Beginn des Gottesdienstes ein Danklied (Danke, für diesen guten Morgen, EG 334,1-6, von Martin Gotthard Schneider, Begleitung durch den Posaunenchor), wobei das Thema Dank den gesamten Gottesdienst durchzog und auch in der Predigt leitend war, ohne dass der „Ernst der Nachfolge“, welchen die Schriftlesung zum Ausdruck brachte, ausgeklammert blieb.

Treffend stellte Nico Schneider zum Zwischenspiel des Posaunenchors mit dem Titel „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ fest, dass dies gut zur Konfirmation passe, bei der es doch um ein Festmachen des Glaubens gehe. Und Pfarrer Christoph Grosse ergänzte das, indem er einleitend zum Apostolischen Glaubensbekenntnis sagte, auch das Sprechen dieses sei ein Ja zum eigenen Glauben („Ich glaube …“).

Der Predigt lag Lukas 17,11-19 zugrunde, eine Begebenheit aus dem Leben Jesu: Er heilt zehn Aussätzige, aber nur einer kehrt um und dankt Jesus – und das ist ausgerechnet ein verachteter Samaritaner, ein „halber Heide“. Pfarrer Christoph Grosse richtete seine Predigt am Kasus aus, also der Jubel-Konfirmation. Die Gedanken gingen an einem solchen Tag zurück und es werde bestimmt die Frage aufkommen: Weißt du noch? Ja, darüber was damals und in all den Jahren dazwischen war, haben sich die Jubel-Konfirmanden sicher auch beim „gemütlichen Teil“ der Feier, nach dem feierlichen in der Kirche, nachgedacht. Es bestehe, so Pfarrer Christoph Grosse, aller Grund zur Dankbarkeit. Doch nehmen wir das Gute oft einfach als selbstverständlich hin, und fragten nur nach Gott, wenn es nicht mehr rund laufe. Jesus seien auch die neun, die nicht umkehrten und dankten, wichtig. Gesundheit sei das halbe Leben, sage man, doch die andere Hälfte sei Dankbarkeit. Und sie führe weiter. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Hinweis, das, was Jesus zu dem, der umkehrte, gesagt habe, könne Ansporn für uns sein: „Stehe auf und gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.“ Das Lied nach der Predigt nahm den Gedanken des Bleibens bei Jesus und der Nachfolge auf: „Bei dir Jesu will ich bleiben …“ (Philipp Spitta, EG 406,1-4), bei dem der Posaunenchor die ersten beiden Strophen und die Orgel die restlichen zwei begleitete.

Pfarrer Christoph Grosse gab den Jubel-Konfirmanden die Jahreslosung für 2018 mit auf ihren weiteren Lebensweg: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Er las die Namen der anwesenden Jubel-Konfirmanden vor, die sich vor dem Altar aufstellten, ein Erinnerungsfoto wurde gemacht und ihnen, wie damals bei ihrer Einsegnung, der Segen zugesprochen.

Das Segensleid „Geh unter der Gnade …“ (Manfred Siebald, EG 5434,1-3) folgte darauf, bevor namentlich der bereits verstorbenen Jubel-Konfirmanden gedacht wurde. Für einen jeden war auf dem Taufstein eine brennende Kerze aufgestellt. Es waren nicht wenige, die diese Jubel-Konfirmation nicht erlebten, wiewohl sie dies doch gerne hätten.

Das bekannte Danklied „Nun danket alle Gott …“ (Martin Rinckart, EG 321,1-3), begleitet vom Posaunenchor, schloss gewissermaßen den Teil Jubel-Konfirmation ab und leitete über zu einem weiteren Dank. Dazu war der Anlass das 40jährige Dienstjubiläum als Kindergärtnerin von Frau Beate Beck, die zudem seit 1990 die Leitung des Kindergartens im Rossental hat. Es war ein beidseitiger Dank. Zum einen von Seiten der Kirchengemeinde und ihrer Kolleginnen, die ihren Dank in launiger Weise borbrachten, zum andern bedankte sich Beate Beck für die gute Zusammenarbeit mit dem ganzen Kindergartenteam. Applaus ist ein solches Jubiläum wert – und dieser erfolgte aus der Gemeinde.

Nach dem Segen erklang als Segenslied der Gemeinde die erste Strophe des Passionsliedes „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha …“ (Friedrich v. Bodelschwingh d. J., EG 93). Wenn schon der Leiter des Posaunenchors der Ansicht ist, „seine“ Bläser und Bläserinnen hätten ihr Bestes gegeben, dann kann die Gemeinde applaudieren, was sie auch tat.

Die Jubel-Konfirmanden stellten sich zu einem weiteren Erinnerungsfoto unter dem rundbogigen Eingang zum Friedhof auf und konnten dann zum nächsten „Programmpunkt“ übergehen.

Walter Rominger