Losung des Tages:

Mittwoch, 24.04.2019

Auf dich, HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.

Psalm 141,8

Jesus zeigte ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.

Johannes 20,20

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Berichte Archiv

Zum Gottesdienst am Sonntag Estomihi (3. März 2019)

Der Gottesdienst am vergangene Sonntag Estomihi (nach Psalm 31,3: Sei mir eins starker Fels; 03.03.2019) enthielt eine Premiere. Pfarrer Gottfried Engele von der Tailfinger Peterskirche hatte, wie er verriet, wohl bereits Bestattungsfeiern in der Galluskirche, so dass dieser Sakralraum ihm keineswegs fremd war, aber dies war sein erster Sonntagsgottesdienst. Mit zunehmender Zusammenarbeit der Talganggemeinden wird der Kanzeltausch häufiger werden.

Nach dem Eingangslied „Tut mir auf die schöne Pforte“ (EG 166,1.2.4.6; von Benjamin Schmolck), dem liturgischen Gruß und Wochenspruch: „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn“ (Lukas 18,31), betete die Gemeinde im Wechsel mit dem Liturgen Psalm 31 (EG 716), der dem Sonntag Estomihi auch den Namen gegeben hat und stimmte daraufhin die allsonntägliche Strophe an: „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 676). Schriftlesung war das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37). „Herr dein Wort die edle Gabe“ (EG 198) von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (Strophe 1) und Christian Gregor (Strophe 2) sang die Gemeinde vor der Predigt.

Die Grundlage der Predigt bildete die Fortsetzung der Schriftlesung (Lukas 10, 38-42), die Geschichte von Maria und Marta, zwei Berühmtheiten aus dem Neuen Testament und Bibellesern und Gottesdienstbesuchern bekannt, wie Pfarrer Gottfried Engele meinte. Nach einem narrativen Einstieg, mit dem der Prediger seine Zuhörer in eine orientalische Gesellschaft zur Zeit Jesu versetzte und bemerkte, es handle sich um eine ärgerliche Geschichte und eine Herausforderung, unternahm er eine vierfache Annäherung: (1) Maria und Marta. Danach begegneten uns zwei Personen in ihrer Verschiedenheit. Marta biete eine großzügige Gastfreundschaft. Dass Maria Jesus zu Füßen sitze, zeige, was für ein herausragender Gast da sei, bei dem man ja durchaus etwas lernen könne. Jeder diene, so könnte man deuten, Gott mit der Gabe, die er habe. (2) Maria oder Marta. Sie werden nicht gleich gewichtet. Es gehe um eine Wahl. Die Geschichte stelle in eine Entscheidungssitutation. Entweder Jesus dienen oder Jesus dient uns; Dienst an Gott oder Gottes Dienst an uns. Man könnte deuten: Es geht um eine Entscheidung, wonach dann Maria richtig und Marta falsch liege. (3) Marta wir brauchen dich. In der Gemeinde seien wir doch dankbar für Ehrenamtliche. Ohne Marta geht es nicht. Wäre Marta nicht gewesen, so wäre Jesus auf der Straße. (4) Jesus ist da. An sich gehe es mehr am Rande um die beiden Schwestern. Die Welt drehe sich nicht um uns und die Gemeinde auch nicht. Wenn es so wäre, dann diente die Gemeinde nicht mehr Gott. Jesus sei der Mittelpunkt der Gemeinde. Jesus ist da. Das verändere die Prioritäten. So gewönnen wir einen neuen Blick auf unser Leben. Gott sei es, der uns dienen wolle. Jesus sei der Beweis für Gottes Liebe. Wir seien Gottes Geliebte. Jesus trete für uns ein, damit wir nicht zu kurz kommen.

Auf die Predigt folgte mit „Gott gab uns Atem“ (EG 432, 1-3; von Eckart Bücken) ein neues Lied. Nach Fürbitten und Vaterunser folgte das bekannte Lied Martin Luthers: „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ (EG 193,1-3). Mit Abkündigungen, der Segensstrophe „Bewahre uns Gott“ (EG 171,4; von Eugen Eckert) und dem zugesprochenen Segen endete der Gottesdienst am Sonntag Estomihi.

Walter Rominger, Ebingen

Feier der Tauferinnerung

Das Christsein wird durch die Taufe begründet. Sie ist eines der beiden Sakramente, welches evangelische Kirchen feiern (bei manchen Freikirchen und protestantischen Splittergruppen mag die Einschätzung der Taufe eine andere sein). Von daher kommt der Taufe eine große Bedeutung zu. Doch dessen ist man sich im Protestantismus oft überhaupt nicht bewusst. Deshalb kann es nur begrüßt werden, dass die Truchtelfinger Kirchengemeinde Tauferinnerungsfeiern begeht, um damit an das „Grunddatum“ des Christseins zu erinnern. Eine solche Tauferinnerung war am vergangenen Sonntag, 3. Februar 2019 (5. Sonntag vor der Passionszeit). Passend dazu war, dass auch acht Konfi-3-Kinder im Gottesdienst waren und sich ihrer Taufe erinnerten, sinnenfällig nicht allein durch das mit Wasser benetzen Fingern auf die Stirn gezeichnete Kreuzzeichen, sondern auch durch das Entzünden der selbstgefertigten Taufkerzen. – Das Wochenlied hat sich gegenüber früher verändert; das neue ist „Gott liebt diese Welt …“ (EG 409; von Walter Schulz).

Mit Wasser hatte der Gottesdienst auch zu tun. „Ins Wasser fällt ein Stein …“ (EG 637,1-3) war das Eingangslied. Die Schriftlesung war die Segnung der Kinder durch Jesus. Die Taufe ist ja auch eine Segenshandlung. In der Predigt ging es um den sinkenden Petrus. Dazu sagte Pfarrer Christoph Grosse, den Halt könnten auch wir verlieren. Doch was trägt dann? Wohin können wir uns retten, wenn der Sturm braust? Entscheidend sei bei der Perikope vom sinkenden Petrus, dass Jesus zu verstehen gebe: Ich glaube an dich. Petrus habe das in seinem Leben oft erfahren dürfen. Er habe erlebt: Da ist einer, der sich auf mich einlässt. Die Taufe bedeute: Gott ist da, auch wenn es stürmisch wird. Jesus ist da und glaubt an mich und deshalb kann ich auch an ihn glauben.

Das vielen bereits aus Kindertagen bekannte Lied „Jesu geh voran …“ (EG 391,1-4) leitete zur Tauferinnerung über. Bei dieser Handlung zeichneten sich die Gemeindeglieder mit den mit Wasser benetzten Fingern das Kreuzzeichen auf die Stirn und sagten sich: „Ich bin getauft“. Pfarrer Christoph Grosse machte deutlich: Ich bin getauft; ich gehöre zu Jesus.

Vor den Fürbitten, die von den Konfi-3-Kindern vorgetragen wurden, sangen diese noch das Lied „Ob ich sitze oder stehe …“; danach „Du bist du …“ Mit Segenstrophe („Verleih uns Frieden gnädiglich …“), Segen und Orgelnachspiel fand der Gottesdienst sein Ende.

Doch ein guter Teil der Gottesdienstbesucher ging noch nicht gleich weg, sondern zum Kirchenkaffee. Eltern der Konfi-3-Kinder hatten dazu Hefezopf und Marmorkuchen gebacken und Kaffee in Warmhaltekannen mitgebracht. So stand man dann nach dem Gottesdienst noch geraume Zeit in kleinen Gruppen ins Gespräch vertieft zusammen.

Walter Rominger, Ebingen

Volles Haus beim Mitarbeiterabend in Truchtelfingen

Seit Jahren werden im Februar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen zu einem geselligen Abend eingeladen. Dieser soll ein Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit während eines ganzen Jahres sein. Heuer (am 8. Februar 2019) trafen sich nun wieder zahlreiche Gemeindeglieder zum Mitarbeiterabend. Der große Saal des Gemeindehauses war gut gefüllt. Mehr als 100 Ehrenamtliche konnte Adelheid Streich, die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats begrüßen. Sie gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die Kirchengemeinde eine stattliche Anzahl recht junger Mitarbeiter hat.

Die Besucher des Mitarbeiterabends hatten an ihren Plätzen eine interessante „Verarbeitung“ der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ vorgefunden: ein Lesezeichen mit kleinen Klebezetteln, auf die man sich Notizen machen kann was zu tun ist und dann an einem gut sichtbaren Platz ankleben kann, so dass man daran erinnert wird. Pfarrer Christoph Grosse nahm in seiner kurzen Andacht das Erinnern auf. Er erinnerte an die kleinen Kapseln in jüdischen Häusern, die das Glaubensbekenntnis der Juden enthalten: „Höre Israel …“ Worte des Glaubens seien weiterzugeben. Manchmal bedürfe es der Erinnerung, weshalb man Rückschau betreibe, was später auch an diesem Mitarbeiterabend geschah.  Mit Bildern ließ Pfarrer Christoph Grosse das vergangene Jahr Revue passieren.

Doch davor stand des gemeinsame Essen an. Das war vielseitig und reichhaltig. Aus drei unterschiedlichen im heißen Wasser warm gemachten Wurstsorten konnte ausgewählt werden; dazu gab es Kartoffelsalat und grünen Salat; und auch an die Vegetarier war gedacht (vegetarische Maultaschen und Fleischküchle). Und nach dem erwähnten Jahresrückblick von Pfarrer Christoph Grosse konnte wer wollte, sich noch eine süße Nachspeise holen.

In diesem Jahr wird die Kirchengemeinde Truchtelfingen als Themenschwerpunkt die jüdisch-christlichen Wurzeln behandeln, wozu u. a. ein Ausflug in die Synagoge nach Zürich und ein Einführungsvortrag von Pfarrer Dr. Volkmann, dem Beauftragten für den christlich-jüdischen Dialog der württembergischen Landeskirche, dienen sollen. Künftig wird es auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Distrikt (Talganggemeinden) geben.

Doch neben allem Programm ist bei den Mitarbeiterabenden immer auch Zeit zur persönlichen Begegnung und zum Austausch vorgesehen. Diese werden gut genutzt. Und wenn nach etwa drei Stunden der offizielle Schlusspunkt gesetzt wird, dann gehen diese Gespräche noch einige Zeit weiter. Das zeigt auch, dass der Mitarbeiterabend gut ankommt.

Walter Rominger, Ebingen

 

 

Freitag, 1. März um 19.30 Uhr

im Gemeindezentrum St. Antonius   

 

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15)

Ist dieser Text der Jahreslosung für 2019 nicht ziemlich paradox - Frieden und Jagd?!

Darum soll es beim Glaube im Gespräch gehen, unserem für alle Interessierten offenen Gesprächskreis, am Donnerstag, 21.Februar um 19.30 Uhr im Gemeindehaus

Bibelwoche 2019 siehe Gallusbote/Termine

Wann:                       Samstag, 02. Februar um 10.00 Uhr

Wo:                Gemeindehaus

Diesmal heißt es wieder: Film ab!

Wir drehen gemeinsam einen Film und brauchen dazu Schauspieler, Kameraleute, Regisseure und alle, die pfiffige Ideen haben!

 Wichtig! Damit wir planen können – auch für das Mittagessen - solltest Du Dich bis Donnerstag, 31. Januar beim Pfarramt anmelden:

-> per Telefon (07432/ 5136)       -> persönlich bei Pfarrer Grosse

-> per Mail (pfarramt.truchtelfingen@elkw.de)

Wir freuen uns auf Dich:

Jugendreferent Kevin Klatt und die Evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen

Eventuell entstehen bei den Youngsters Fotos, die auch für die Zeitung, den Gemeindebrief der Kirchengemeinde und Veröffentlichungen des Evang. Jugendwerks Bezirk Balingen verwendet werden. Sollten Du oder Deine Eltern mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sein, teilt uns dies bei der Anmeldung bitte mit!

Gute ökumenische Beziehungen bei den Talganggemeinden

Im Gottesdienst bei der ökumenischen Bibelwoche predigte der katholische Dekan Anton Bock aus Tailfingen in der Galluskirche

Auf Ökumene sind die Talganggemeinden seit Jahren ausgerichtet. Zeichen dafür ist zum Beispiel die zu Beginn des Jahres durchgeführte ökumenische Bibelwoche. Pfarrer beider großen Konfessionen sind zu Bibelabenden bei der jeweils anderen Konfession. Die Besucher dieser, die an den Sonn- und Feiertagsgottesdiensten in aller Regel (noch) getrennt sind, finden sich zusammen ein. Und dann gehört zu diesen Bibelwochen auch der ökumenische Kanzeltausch. Der Prediger ist Gast beim andern. So hielt am letzten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (27. Januar 2019) in der evangelischen Galluskirche der katholische Dekan Anton Bock aus Tailfingen die Predigt. Der ökumenische Gottesdienst war festlich, wozu in starkem Maße das erhebende Spiel des Truchtelfinger Posaunenchors unter der Leitung von Nico Schneider beitrug.

Ein feierliches Vorspiel durch den Posaunenchor eröffnete den Gottesdienst zur ökumenischen Bibelwoche. Die Gemeinde sang zum Eingang „Du hast uns Herr gerufen und darum sind wir hier …“ (EG 168,1-3), betete dann im Wechsel mit dem Liturgen (Pfarrer Christoph Grosse) den bekannten Psalm 23 und beschloss das Psalmgebet mit dem liturgischen Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude…“ (EG 576). Die Schriftlesung war den Abschiedsreden Jesu entnommen (aus Johanes 14). Nach einem Zwischenspiel des Posaunenchors bekannte die Gemeinde den christlichen Glauben mit dem Christushymnus aus dem Philipperbrief (2,6-11; EG 764). Dass der Glaube mit dem Hymnus aus dem Philipperbrief bekannt wurde, liegt wohl darin begründet, dass bei der diesjährigen Bibelwoche der Philipperbrief behandelt wurde. Dem schloss sich das gesungenen Glaubensbekenntnis an: das eher selten gesungene „Wir glauben Gott im höchsten Thron …“ des Dichters des 20. Jahrhunderts, Rudolf Alexander Schröder (EG 184,1-5; Begleitung nur durch die Orgel). Philipper 4,10-23 war Predigtperikope von Dekan Anton Bock. Er zeigte auf, wie Paulus doch eine glänzende Karriere gehabt habe, bis er vor Damaskus, als ihm Jesus erschien, geradezu abgestürzt sei. Nun ist Paulus im Gefängnis und muss sogar mit der Todesstrafe rechnen. Doch er setze sein Leben in Beziehung zu Gott. Der Prediger rief dazu auf, die aktuellen Geschehnisse von Gott her und auf ihn hin zu bedenken und sich wie Paulus auf den Weg zu machen. „Ich vergesse was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist“ (Philipper 3,13) hatte dieser in Philippern geschrieben. Grundgedanke müsse sein: unserem Gott und seinem Sohn sei Ehe. Dekan Bock schloss seine Predigt damit: Wir sollen Vertrauen haben wie Paulus. „Werdet meine Nachahmer“, hat Paulus ja auch an anderer Stelle geschrieben.

Walter Rominger, Ebingen

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

„Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ – „Traumschiffpianist“ berichtet eindrücklich über seine Lebenswende

Musikalischer Gottesdienst mit dem Musikevangelisten Waldemar Grab am vierten Advent

Das war schon ein besonderer Gottesdienst, den die Besucher am vierten Sonntag im Advent (23.12) in der Galluskirche erleben konnten. Der Pianist und Musikevangelist Waldemar Grab machte auf seiner Konzerttour auch in Truchtelfingen Station. Vor sechs Jahren war er schon einmal hier; über die Einladung habe er sich gefreut. Am Abend zuvor hatte er im Thalia-Theater in Tailfingen ein Weihnachtskonzert gegeben. Fernsehzuschauern, die die Serie „Das Traumschiff“ angeschaut haben, ist Waldemar Grab kein Unbekannter; über Jahre wirkte er dort als Traumschiffpianist mit. Zehn Monate im Jahr war er an Bord dieses Luxusschiffes, lebte in einem Fünf-Sterne-Hotel und blieb, wie er in seiner eindrücklichen, zeugnishaften Predigt berichtete, doch unerfüllt. Zunächst aber sang er mit der Gemeinde das wohl bekannteste Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (EG 1, 1. 2. 5) des Königsberger Pfarrers Georg Weissel und von Martin Gotthard Schneider „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334), wozu er erklärte, es gebe so vieles für das wir Gott dankbar sein könnten. Vor Jahren hätte er sich nicht vorzustellen vermocht, dass er einmal vor Menschen von seinem Glauben Zeugnis ablegen werde. Doch was bei Menschen unmöglich sei, das sei bei Gott möglich (Matthäus 19,26; vgl. auch Lukas 1,37). Waldemar Grab, inzwischen 62 Jahre alt, berichtete davon, wie er zum Glauben an Jesus, den Christus Gottes gefunden habe. In seinen frühen Jahren war er Verlagskaufmann und Journalist, dann Chefstuart bei Helmut Schmidt und Hans-Dietrich Genscher. Seine Kanzlerzeit fiel in die Zeit des sog. „Deutschen Herbstes“. Anschließend ging er in die freie Wirtschaft und war nebenbei Hobbypianist. Erst einmal von André Rieu entdeckt, kam er aufs „Traumschiff“. Sieben Jahre wirkte er darauf als Pianist. Verankert war er damals in asiatischen Religionen. Doch das angenehme Leben und die östliche Religiosität genügten ihm nicht. Und so griff er zu einer ausgelegten Gideonbibel. Gott öffnete ihm das Herz. Eine Parallele zu Augustins Bekehrung in der Gartenlaube bei Mailand tut sich auf. Zwei Jahre liest Waldemar Grab in der Bibel. Dann geht er am 21. Dezember 2004 von Bord des Traumschiffs. Er lässt sich bei der Bibelschule „Neues Leben“ ausbilden. 2006 gründet er die Organisation „Hoffnungsträger e. V.“, die Inlandmission betreibt; freilich war das Gottesdienstopfer für diese Organisation bestimmt. Menschen sollen von Jesus erfahren. Waldemar Grab bekannte von sich, nicht mehr dort zu sein, wo er einmal war, aber auch noch nicht dort, wo er einmal sein möchte. Er ist sich jedoch darin gewiss, in der Ewigkeit einmal bei Jesus zu sein. Es sei bei Jesus völlig gleichgültig, welchen Status ich bei den Menschen habe. Aber es komme darauf an, im Leben die Entscheidung für Jesus zu treffen, da es zunächst um meine Erlösung gehe. Gott zeige mir anschließend dann schon, was ich zu tun habe. Er habe auf jeden Fall einen Neuanfang gewollt. Am Ende seiner eindrücklichen missionarischen Predigt warnte Waldemar Grab vor der Verfälschung des Wortes der Bibel.

Anschließend sang die Gemeinde zusammen mit Waldemar Grab am Keyboard vom Weihnachtslied „O du fröhliche“ (EG 44) vier Strophen (im EG sind nur drei abgedruckt). Auf Fürbitten, Vaterunser, Abkündigungen folgte ein von Waldemar Grab gesungener Segen. Beeindruckt von diesem musikalischen Gottesdienst mit missionarischer Predigt gingen die Gemeindeglieder in den vierten Advent und die bevorstehenden Weihnachtstage. Es ist zu wünschen, dass Waldemar Grab wieder einmal einen Gottesdienst in Truchtelfingen hält. Bis dahin brauchen ja keine sechs Jahre wie diesmal zu vergehen.                                                                                                          Walter Rominger, Ebingen

„Stille Nacht …“ – Eindrücke von der Christvesper

Mit Jesu Geburt geht alttestamentliche Prophetie in Erfüllung

Passend zum Heiligen Abend sang die Gemeinde zu Beginn der Christvesper das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ (EG 46,1-3) und betete den Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55). Freilich durfte die wohlvertraute Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium nicht fehlen, die auf zwei Mal verlesen wurde (Lukas 2,1-4; Lukas 2,15-20), unterbrochen vom Kirchenchor mit der Weise „Hört der Engel helle Lieder“ (EG 54). Der Kirchenchor gestaltet den Gottesdienst mit; er sang im Wechsel mit der Gemeinde. Nach dem Eingangsgebet hatte er bereits das den meisten Gottesdienstbesuchern eher unbekannte Lied „Singt von der Liebe, die in Gott entsprang“ gesungen. „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“, ist das Lied zum Heiligen Abend (EG 27); Chor und Gemeinde sangen im Wechsel (Chor Strophen 1+2, 5+6; Gemeinde Strophen 3+4).

Grundlage der Predigt war Jesaja 9,1-6. Diese prophetische Weissagung gehöre genauso wie Lukas 2 zum Christfest, sagte Pfarrer Christoph Grosse. In der Geburt Jesu hätten die frühen Christen die Erfüllung von Jesaja 9 gesehen. Der Weg Jesu eröffne den Menschen Perspektiven. Sein Weg sei einer, der Grenzen überschreite. An Ostern habe Gott mit der Auferweckung Jesu den Tod überwunden.

„Ich steh an deiner Krippe hier“ (EG 37) folgte auf die Predigt, wieder im Wechsel von Gemeinde (Strophen 1. 3. 4) und Chor (Strophe 2). Nach Fürbittengebet und Vaterunser ging die gelungene Christvesper am Heiligen Abend mit dem Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ (EG 30,1-4) seinem Ende entgegen. Im Anschluss an den Segen sang die Gemeinde im Stehen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3) und ging dann in die „stille, heilige Nacht“ hinaus und strebte den weihnachtlichen Stuben zu.

Walter Rominger, Ebingen

Weihnachten – das Fest eines neuen Anfangs

Zum Festgottesdienst am Christfest

Mit feierlichem Vorspiel eröffnete der Truchtelfinger Posaunenchor den Festgottesdienst mit Abendmahl zum Christfest. Die Gemeinde sang das Weihnachtslied „Brich an du schönes Morgenlicht“ (EG 33,1-3) teils mit Orgel- teils mit Posaunenbegleitung. Anschließend betete sie anstelle des Psalms den Hymnus aus dem Kolosserbrief (1,15-20; EG 763). Schriftlesung war Jesaja 52,5ff. (Die frohe Botschaft). Darauf folgte ein Zwischenspiel durch den Posaunenchor: „Niemals war die Nacht so klar“. In seltenen Fällen wird das Nicänische Glaubensbekenntnis (EG 692) gesprochen. An diesem Christfest war es der Fall. Vielleicht sollte so die ganz besondere Bedeutung dieses Tages gezeigt werden. Vor der Predigt sang die Gemeinde „Herbei o ihr Gläub’gen“ (EG 45), wobei ihren Gesang bei den Strophen 1 und 2 der Posaunenchor und bei den Strophen 3 und 4 die Orgel begleitete. Predigtperikope war der Beginn des Johannesevangeliums (Johannes 1,1-5.9-14). Jesus wird als das Licht in der Finsternis der Welt betrachtet. In die Dunkelheit der Welt hinein werde Gott Mensch. Deshalb sei Jesus nicht von allen wohlgelitten gewesen und sei sein Weg in dieser Welt von Widerständen gekennzeichnet gewesen. Wo mich die Weihnachtsbotschaft treffe, könne ich nicht im Dunkel bleiben. Weihnachten sei, so schloss Pfarrer Christoph Grosse seine Predigt, das Fest eines neuen Anfangs. Die Gemeinde antwortete darauf mit dem Weihnachtslied „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“ (EG 42), begleitet bei den Strophen 1 bis 4 von der Orgel, bei den Strophen 6 bis 8 vom Posaunenchor.

Die Strophen 3 und 4 des bekannten Weihnachtsliedes „Ich steh an deiner Krippe hier“ (Text: Paul Gerhardt; Melodie: Johann Sebastian Bach) leitete zum Abendmahl über.

Nach Abendmahl, Dank- und Fürbittengebet fand der Gottesdienst mit dem Lied „Nun singet und seid froh“ (EG 35,1-4), dem Segen und dem im Stehen gesungenen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3), das genauso wie „Stille Nacht“ zum Heiligen Abend zu den Weihnachtsfeiertagen gehört, seinen Abschluss. Der Posaunenchor spielte unter Nico Schneider; an der Orgel war Hermann Schick.

Walter Rominger, Ebingen

Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können

Eindrücklicher Familiengottesdienst zum dritten Advent mit den Kindergärten

Wieder einmal gestalteten Kindergartenkinder zusammen mit ihren Erzieherinnen den Gottesdienst mit. Am dritten Sonntag im Advent waren sie aus beiden Kindergärten, dem aus dem Rossental und dem vom Gänsbach gekommen, ebenso die Kinder, die an Konfi 3 teilnehmen; sie hatten gerade eine Lerneinheit abgeschlossen. Gleich nach dem Orgelvorspiel erfreuten die Kinder der Kindergärten die zahlreich versammelte Gemeinde mit dem Lied: „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“. Die Gemeinde betete im Wechsel den „Lobgesang der Maria“ (Lukas 1,46-55; EG 761). Passend zu dritten Sonntag im Advent war auch als Schriftlesung der Lobgesang des Zacharias (Lukas 1,67ff.). Die Kindergartenkinder führten darauf eine Geschichte von Sternen vor. Sterne haben ja in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Bedeutung. In dieser Geschichte priesen einzelne Sterne ihre Vorzüge an, weshalb sie den Weg zum neugeborenen König weisen könnten, etwa: er sei der größte Stern, der hellste, der schnellste. Ein kleiner Stern schlägt den andern, von denen jeder sich für den fähigsten hält, vor, sie sollten doch zusammen den Weg zum Kind in der Krippe weisen. Und darauf lassen sie sich auch ein. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem und der kleine Stern führt sie an. Bis heute erzählen sich die Menschen von dem Stern, der den Weg zur Krippe weist. Das Lied „Komm o komm du Morgenstern“ (EG 19,1-3) nahm Gedanken des Spiels auf. Und auch Pfarrer Christoph Grosse führte diese Gedanken in seiner Predigt zu Römer 15,7 fort: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Dieser Bibelvers war 2015 die Jahreslosung. Weil mich Christus angenommen hat wie ich bin, darf auch ich andere annehmen wie sie sind. Das heiße, dass nicht alle in einer Gemeinde gleich werden müssen. Pfarrer Christoph Grosse rief dazu auf, zu entdecken, dass wir aus der Versöhnung leben. Christus habe das, was wir nicht tragen können, getragen. Seine Predigt schloss Pfarrer Christoph Grosse mit dem wirklich bedenkenswerten Satz: Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können“

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“ (EG 540,1) sangen Kinder und Gemeinde nach der Predigt. Beim anschließenden Gebet trugen unterschiedliche Sprecher die einzelnen Fürbitten vor, die jeweils abgeschlossen wurden mit der Liedstrophe: „Tragt in die Welt ein Licht“. Gegen Ende des Gottesdienstes erklang noch einmal das wahrscheinlich bekannteste Adventslied: „Macht hoch die Tür“ (EG 1, 1. 2. 5), bevor der Gottesdienst mit dem Segenslied, das auch Kinder gerne singen: „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ (EG 511,1) dem Segen und dem Orgelnachspiel beendet wurde.

Doch hinter der Kirche wurde bei einem Ständerling Gebäck, vieles davon in Sternform, gereicht, das von den Kindergartenkindern und deren Erzieherrinnen gemacht war. Die niedrige Temperatur war für längeres Verweilen mit Begegnung und Gespräch nicht günstig – schade eigentlich nach solch eindrücklichem Familiengottesdienst.

Walter Rominger, Ebingen

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28)

Zum traditionellen Gemeindefrühstück am zweiten Sonntag im Advent und anschließendem Gottesdienst Zweimal im Jahr, jeweils am zweiten Sonntag im Advent und am Muttertag (zweiter Sonntag im Mai), lädt die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück vor dem Gottesdienst ins Gemeindehaus ein. Recht viele nehmen dieses Angebot an. In allen Altern sind die Besucher des Gemeindefrühstücks. Schön ist, dass auch junge Familien darunter sind. An einem langen Tisch sind Köstlichkeiten zum Verzehr zu finden: Flocken, Quark und Milch fürs Frühstücksmüsli, Honig und verschiedene Marmeladen, Brot und Brötchen, auch Dinkelerzeugnisse und Hefe- und Nusszopf. Auf den Tischen stehen neben dem frisch gebrühten Kaffee Butter und auf Tellern Wurst und Käse. Dazu kann wer will sich auch noch mit Fruchtsäften bedienen und sich seinen Teller mit Rührei füllen lassen, sich einfach an einem, der liebevoll gedeckten Tische niederlassen, sich selbst bedienen oder auch bedienen lassen. Und dann noch die richtigen Tischnachbarn, man kennt sich ja meist – so macht ein Frühstück doch richtig Freude. Die Plätze sind zwar recht gut besetzt, doch einige sind immer noch frei und weitere Tische ließen sich wohl auch noch stellen. Das ist doch einladend, jedenfalls einen Versuch wert.

Leider vergeht beim Essen, Trinken und Reden die Zeit wie im Fluge. Bald schon rufen die Glocken der nahen Galluskirche zum Gottesdienst. Spätestens dann ist es Zeit, sich auf den Weg dorthin zu machen. Wenn auch nicht alle, so werden doch die meisten der Frühstücksbesucher im Anschluss zu Gottesdienstbesuchern. Dieser stand freilich ganz im Zeichen des Advents. Lieder und Lesungen stimmten darauf ein: zu Beginn das bekannte Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ (EG 8,1-6), der Kanon „Seht auf und erhebt eure Häupter“ (EG 21), der den Wochenspruch aufnimmt (Lukas 21,28), ebenso das Lied „O Heiland reiß die Himmel auf“ (EG 7,1-3.7) und das im Ergänzungsheft zum evangelischen Gesangbuch (EG) stehende „Blinde werden sehen, Lahme werden gehen“, das die Gemeinde nach der Sprechmotette des Truchtelfinger Teen-Kreises, der am Gottesdienst beteiligt war, sang, in welcher die großen Visionen einer zukünftigen Welt vom Propheten Jesaja geschaut werden. Der Prophet beklagt einerseits die üblen Zustände seiner Zeit, die denen in heutiger Zeit nicht so unähnlich sind, entwirft aber in seiner Schau auch eine große Zukunft mit seinen kühnen Bildern von der zukünftigen Welt. Die Schriftlesung davor (Lukas 21,25-31) entstammt einer Rede Jesu, die er nur wenige Tage vor seinem Leiden und Sterben in Jerusalem hielt; Jesus kündigte darin sein zweites Kommen an und rief zur Wachsamkeit auf; dies ist das Thema des zweiten Sonntags im Advent. Die mit dem Advent verbundene Erwartungshaltung nahm Pfarrer Christoph Grosse in seiner Predigt auf, deren Grundlage Jesaja 35,3ff. war. Auf die möglicherweise bangen Fragen: Was kommt auf uns zu? und: Wer hat überhaupt eine (tragbare) Vision? biete der Prophet Jesaja die Antwort. Zwar herrsche in dem Menschen die Sehnsucht nach Heil und Heilung, aber ernste Sorgen nehmen uns den Atem. Doch Jesajas Vision reiche viel weiter als ich überhaupt zu denken vermag. Gerade in einer Welt, die so wenig Hoffnung habe, bedürfe es Orten der Hoffnung. Advent bedeute, Gott komme uns entgegen, weshalb wir uns aufmachen können, ihm entgegenzugehen, weil sich unserer Erlösung nahe (Lukas 21,28). Nach der Predigt sang die Gemeinde das bekannte Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (EG 16,1-3). Dem schlossen sich Fürbittengebet, bei welchem auch Jugendliche des Teen-Kreises einzelne Bitten verlasen, und das Vaterunser an, bevor dann das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ (EG 13,1-3), der Segen und die Segensstrophe „O lass dein Licht auf Erden siegen“ (EG 14,6) den Gottesdienst zum zweiten Sonntag im Advent beschlossen.

Walter Rominger, Ebingen

Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können

Eindrücklicher Familiengottesdienst zum dritten Advent mit den Kindergärten

Wieder einmal gestalteten Kindergartenkinder zusammen mit ihren Erzieherinnen den Gottesdienst mit. Am dritten Sonntag im Advent waren sie aus beiden Kindergärten, dem aus dem Rossental und dem vom Gänsbach gekommen, ebenso die Kinder, die an Konfi 3 teilnehmen; sie hatten gerade eine Lerneinheit abgeschlossen. Gleich nach dem Orgelvorspiel erfreuten die Kinder der Kindergärten die zahlreich versammelte Gemeinde mit dem Lied: „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“. Die Gemeinde betete im Wechsel den „Lobgesang der Maria“ (Lukas 1,46-55; EG 761). Passend zu dritten Sonntag im Advent war auch als Schriftlesung der Lobgesang des Zacharias (Lukas 1,67ff.). Die Kindergartenkinder führten darauf eine Geschichte von Sternen vor. Sterne haben ja in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Bedeutung. In dieser Geschichte priesen einzelne Sterne ihre Vorzüge an, weshalb sie den Weg zum neugeborenen König weisen könnten, etwa: er sei der größte Stern, der hellste, der schnellste. Ein kleiner Stern schlägt den andern, von denen jeder sich für den fähigsten hält, vor, sie sollten doch zusammen den Weg zum Kind in der Krippe weisen. Und darauf lassen sie sich auch ein. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem und der kleine Stern führt sie an. Bis heute erzählen sich die Menschen von dem Stern, der den Weg zur Krippe weist. Das Lied „Komm o komm du Morgenstern“ (EG 19,1-3) nahm Gedanken des Spiels auf. Und auch Pfarrer Christoph Grosse führte diese Gedanken in seiner Predigt zu Römer 15,7 fort: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Dieser Bibelvers war 2015 die Jahreslosung. Weil mich Christus angenommen hat wie ich bin, darf auch ich andere annehmen wie sie sind. Das heiße, dass nicht alle in einer Gemeinde gleich werden müssen. Pfarrer Christoph Grosse rief dazu auf, zu entdecken, dass wir aus der Versöhnung leben. Christus habe das, was wir nicht tragen können, getragen. Seine Predigt schloss Pfarrer Christoph Grosse mit dem wirklich bedenkenswerten Satz: Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können“

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“ (EG 540,1) sangen Kinder und Gemeinde nach der Predigt. Beim anschließenden Gebet trugen unterschiedliche Sprecher die einzelnen Fürbitten vor, die jeweils abgeschlossen wurden mit der Liedstrophe: „Tragt in die Welt ein Licht“. Gegen Ende des Gottesdienstes erklang noch einmal das wahrscheinlich bekannteste Adventslied: „Macht hoch die Tür“ (EG 1, 1. 2. 5), bevor der Gottesdienst mit dem Segenslied, das auch Kinder gerne singen: „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ (EG 511,1) dem Segen und dem Orgelnachspiel beendet wurde.

Doch hinter der Kirche wurde bei einem Ständerling Gebäck, vieles davon in Sternform, gereicht, das von den Kindergartenkindern und deren Erzieherrinnen gemacht war. Die niedrige Temperatur war für längeres Verweilen mit Begegnung und Gespräch nicht günstig – schade eigentlich nach solch eindrücklichem Familiengottesdienst.

Walter Rominger, Ebingen

Der Sohn folgt dem Vater nach

„Stabübergabe“ nach fast 30 Jahren Dienst als Posaunenchorleiter von Willy an Nico Schneider am ersten Sonntag im Advent

Es war ein recht denkwürdiger Festgottesdienst zum Ersten Advent. Denn beim Truchtelfinger Posaunenchor ging geradezu eine Ära zu Ende. Nach 29 Jahren gab Willy Schneider das Amt des Posaunenchorleiters ab und der Taktstock ging an dessen Nachfolger. Das Erfreuliche daran ist, dass es nahtlos weitergehen kann, und diese Aufgabe in der Familie verbleibt. Willy Schneiders Sohn Nico, der bereits in der vergangenen Zeit des Öfteren den Posaunenchor geleitet hat, übernimmt nun diese verantwortungsvolle Aufgabe. Und Willy Schneider wird als Trompeter dem Posaunenchor treu bleiben. Ein stattlicher Posaunenchor und eine überdurchschnittlich große Gottesdienstgemeinde waren aus diesem Anlass zugegen.

Nach dem Vorspiel durch den Posaunenchor sang die Gemeinde die Strophen 1 bis 4 des wohl bekanntesten Adventliedes „Macht hoch die Tür …“ (von Georg Weissel, EG 1) und betete anschließend im Wechsel den zum Advent passenden Psalm 24. Auf den Advent stimmte auch die Schriftlesung ein, Sacharja 9,9 und 10.

Zwar wurde an diesem ersten Adventssonntag mit dem Beginn eines neuen Kirchenjahres die bisherige alte Perikopenordnung der Predigttexte durch eine neue ersetzt, was aber beim diesjährigen Text zum ersten Advent keine Änderung bedeutet. Der Einzug Jesu in Jerusalem nach dem Matthäusevangelium (21,1-11) war Textgrundlage zur Predigt. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, wie gerade die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem die christliche Frömmigkeit beeinflusst habe. Der Ruf „Hosianna“ sei in Wirklichkeit kein Jubel- sondern ein Hilferuf, bedeute dies „hilf doch“. Aber daraus sei zu Recht ein Jubelruf geworden, weil es Gott sei, der zu uns komme. Das „Hosianna“ dürfe für einen jeden Bitte als auch Lob sein.

Dazu passte gut die vom Posaunenchor musizierte Mottete „Stimmt Hosianna an“. Willy Schneider dirigierte diese zu seinem Abschied.

Anschließend überbrachte Corinna Konzelmann den Dank der Posaunenbläser Truchtelfingen. In der langen Zeit als Leiter war es Willy Schneider gelungen, dass der Chor auf bis zu 50 Bläsern anwuchs und damit der größte im ganzen Kirchenbezirk Balingen war. Willy Schneider hat es verstanden, die Bläser mitzunehmen und nachhaltig gewirkt. Sie bedankte sich im Namen der Bläser bei Willy Schneider für alles, was er in all den Jahren für den Posaunenchor getan habe. Zur Erinnerung überreichte Corinna Konzelmann Willy Schneider ein Fotoalbum, das Aufnahmen seit seinem Beginn als Chorleiter 1989 enthält.

Bezirksposaunenwart Jürgen Stengel aus Meßstetten betonte, Willy Schneider habe in vorbildlicher Weise Verantwortung für andere übernommen. Er überreichte ihm die von Landesposaunenwart Hans Ulrich Nonnenmann und Pfarrer Cornelius Kuttler, dem Leitenden Referenten des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw) unterschriebene Urkunde für 29 Jahre Posaunenchorleitung und die silberne Nadel des ejw.

Für die Truchtelfinger Kirchengemeinde bedankte sich deren gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, für alles, was Willy Schneider an der Gemeinde getan hat. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter des Posaunenchors war er auch sechs Jahre im Kirchengemeinderat. Als Dank für seine treuen Dienste übergab Adelheid Streich für die Kirchengemeinde dem Ehepaar Schneider einen Reisegutschein für den Stilfzer Hof im Engadin.

Dann war „Stabübergabe“ von Willy Schneider an seinen Sohn Nico. Corinna Konzelmann wünschte gutes Gelingen. Nico Schneider ist ja bereits langjähriger Bläser in Truchtelfingen und seit Januar auch im Kirchengemeinderat. Pfarrer Christoph Grosse verpflichtete den neuen Posaunenchorleiter mit Handschlag.

Wohl kaum etwas passt fast am Ende eines so denkwürdigen Gottesdienstes besser als „Dankmusik“, welche der Posaunenchor jetzt unter Nico Schneider musizierte.

Nach Fürbittengebet und Vaterunser sang die Gemeinde noch aus dem Adventlied „Wie soll ich dich empfangen …“ (von Paul Gerhardt, EG 11,1-3), bevor der Posaunenchor nach dem Segen mit seinem Nachspiel den beeindruckenden Gottesdienst zum ersten Sonntag im Advent beendete.

Walter Rominger, Ebingen

„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“ (Psalm 150,6)

Eindrückliches Kirchenkonzert in Truchtelfingen am Martinstag

Worte des Dankes richtete Pfarrer Christoph Grosse fast am Ende des eindrücklichen Kirchenkonzerts am Sonntag-Abend (11.11.2018) an alle Akteure. Das Konzert mit den beiden Kirchenchören aus Truchtelfingen und Bitz, dem Flötenensemble des Ebinger Gymnasiums und Oliver Geiger an der Orgel, der auch die Leitung der Chöre hatte, war an einem denkwürdigen Tag: einhundert Jahre zuvor wurde der Waffenstillstand unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg beendete.

Das Konzert stand unter dem Gesamtthema: „Alles was Odem hat, lobe den Herrn!“ Es war dem 150. Psalm entnommen und ist der letzte Satz des Pslaters.

Das Repertoire umfasste Werke für Chor, Flöten und Orgel vom Barock bis zur Gegenwart. Darunter war auch ein Stück für Orgel aus der Feder von Oliver Geiger. Während das Flötenensemble sich auf Werke des Barock konzentrierte (etwa Bach und Händel), sangen die vereinigten Chöre Werke der Romantik (etwa Silcher) und der Gegenwart (Heizmann, Siebald). Unterbrochen waren die Musikbeiträger durch Lesungen von Pfarrer Christoph Grosse. Nach dem eigentlichen Ende des Kirchenkonzerts gab es Beifall, worauf die vereinigten Kirchenchöre aus Bitz und Truchtelfingen als Zugabe sangen: „Der Tag, mein Gott, ist nur vergangen“ (EG 66, Gerhard Valentin nach einem englischen Original). Die Kollekte war freilich für die beiden Kirchenchöre bestimmt.

Walter Rominger, Ebingen

Die Youngsters sind wieder aktiv! Und diesmal werden wir echt erfinderisch. Neugierig?

Dann melde Dich an, per Mail, am Telefon oder bei Pfarrer Grosse.

Der Termin:          Samstag, 10. November von 10.-15.00 Uhr

Wie immer gibt es ein leckeres Mittagessen.....(Hat jemand was von Pizza gesagt?)

Wir freuen uns auf Dich!

Gott hat die Welt so schön gemacht“

Familiengottesdienst zum Erntedankfest

Mit der Melodie des bekannten Liedes von Matthias Claudius „Wir pflügen und wir streuen“ stimmte bereits das Orgelvorspiel auf das Erntedankfest ein. Es war ein schön gestalteter und inhaltlich gelungener Familiengottesdienst, bei dem die Kinder der beiden Truchtelfinger Kindergärten mitwirkten. Die ganze, recht zahlreich versammelte Gemeinde betete den Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“), der den Kindergartenkindern geläufig ist, begleitet er sie doch in ihrem Kindergartenalltag. Ein Anspiel der Kinder brachte am Beispiel des Wachsens, Reifens und Erntens eines Apfels zum Ausdruck, wie dafür Sonne, Wind und Regen nötig sind, die Gott gibt. Die Schriftlesung zu Matthäus 5,19ff. warnte vor dem Sammeln irdischer Schätze. Dank gegenüber Gott kam durch das Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ (EG 324,1-4.7) zum Ausdruck. In seiner Predigt zu 1.Timotheus 4,4+5 sagte Pfarrer Christoph Grosse, was Gott geschaffen habe, sei gut, jedoch nicht alles, was Menschen hervorbringen. Menschen blieben jedoch auf das, was die Erde hervorbringt, angewiesen. Dankbarkeit mache zufrieden. Deshalb sollten wir auch die Umstände, in die wir hineingestellt sind, akzeptieren. Manches sei auch nur eine Frage der Perspektive. Das Erntedankfest könne den Impuls für ein dankbares Leben geben.

Zur Predigt passte gut das Lied der Kindergartenkinder: „Gott hat die Welt so schön gemacht“. Nach Fürbittengebet – vorgetragen von verschiedenen Sprechern – Vaterunser und dem Lied „Gott gab uns Atem“ (EG 432,1-3) wurden sechs Kinder aus der Kirchengemeinde vorgestellt, die jetzt mit Konfi3 beginne. Das Gottesdienstopfer war für die mit Truchtelfingen verbundene Missionarsfamilie Berger bestimmt, die, ausgesandt von der Liebenzeller Mission, in Malawi Dienst tut. Nach Segensstrophe („O treuer Hüter“ aus: „Lobet den Herren, alle die ihn ehren“, EG 447,6) und dem Segen war die Gemeinde zum Kirchenkaffee eingeladen. Dieser konnte bei schönem Wetter auf dem Friedhof eingenommen werden. Eine stattliche Anzahl von Gemeindegliedern fand sich dazu ein. Auch konnten die Erntegaben besichtigt werden. Sie kommen den Jugendlichen des Diasporahauses Bietenhausen zugute.

Walter Rominger, Ebingen

SOLI DEO GLORIA – Dankgottesdienst zur Goldenen Hochzeit von Hermann und Rosmarie Schick

Wahrlich, das war weitaus mehr als ein fulminanter Gottesdienst, weit eher ein von überschwänglicher Dankbarkeit gekennzeichneter, der anlässlich der Goldenen Hochzeit von Hermann und Rosmarie Schick, geb. Lindegger, am vorgerückten Vormittag des vergangenen Samstags (8. September) stattfand. Freilich, es war Dankbarkeit in zweifacher Hinsicht. Zum einen gebührt Dank dem Jubelpaar für seine jahrzehntelange unermüdliche Arbeit in der Kirchengemeinde Truchtelfingen, vornehmlich in der Altenarbeit und noch mehr in der Kirchenmusik: Hermann Schick spielt seit Jahrzehnten im Posaunenchor und ist als Organist tätig; überdies ist er im Kirchenbezirk als Lektor unterwegs; zusammen mit seiner Frau Rosmarie war er jahrelang für den monatlichen Altennachmittag mit verantwortlich. Dass ein Kirchenchor unter der Leitung von Bezirkskantor Ehni sang, dieser an der Orgel zusammen mit der Flötistin Frau Paulus, musizierte, der Posaunenchor spielte und der sicher vielbeschäftigte Dekan Wiedmann aus Balingen unter den zahlreichen Gottesdienstbesuchern weilte, das drückt doch unmissverständlich die große Wertschätzung und Dankbarkeit den Eheleuten Schick gegenüber aus. Wie die Eheleute Schick ihren Gottesdienst anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit verstanden wissen wollen, das erhellt aus dem Deckblatt des von ihnen entworfenen Liedblattes: „SOLI DEO GLORIA Dank-Gottesdienst …“: als ihren großen Dank Gott gegenüber. So waren denn auch die Lieder ausgewählt, die von der Gemeinde abwechselnd mit dem Chor, teils mit Orgelbegleitung und teils mit Begleitung durch den Posaunenchor gesungen wurden: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (EG 317), „Großer Gott, wir loben dich“ (EG 331), wobei auch der mahnende Ton nicht fehlte: „Herr, gib uns Augen, die den Nachbarn sehn“ und schließlich als Schlusslied: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (EG 147), welches den Blick auf die Ewigkeit lenkt, die für Christen jedoch eine im himmlischen „Freudensaal“ ist.

Pfarrer Christoph Grosse erinnerte in seiner Predigt an die Trauung des Jubelpaares durch Pfarrer Rudolf Funk, damals auf der Burg Hohenzollern, zwei Tage von der berufsbedingten Ausreise des jungen Paares für einige Jahre nach Israel. Anschließend folgten ein paar Jahre in Kanada, wo auch die drei Kinder geboren wurden. Seit 39 Jahren sind sie nun wieder in Truchtelfingen. Der Denkspruch zur kirchlichen Trauung war: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens gegen“ (Offenbarung 2,10b). Wir dürften Gott gegenüber Treue halten, weil darüber die Verheißung des Segens stehe. Damit das Leben gelinge, sei das Entscheidende Gottes Treue zu uns. Im Glauben geerdet zu sein, das brauchten wir zum Leben. Die Krone zu erhalten, das sei das Ziel unseres Lebens. Wir könnten darauf vertrauen, dass Gott treu ist und er es wohl machen werde.

Die Eheleute Hermann und Rosmarie Schick empfingen noch einmal wie vor 50 Jahren Gottes Segen durch Pfarrer Christoph Grosse. Er übergab dem Jubelpaar die von Landesbischof D. July unterzeichnete Urkunde.

Nach einem Zwischenspiel durch den Posaunenchor trugen beim Fürbittengebet Angehörige der Eheleute Schick die einzelnen Gebetsbitten vor.

Ein jeder derer, die mit dem Jubelpaar den Dank-Gottesdienst zur Goldenen Hochzeit feierte, erhielt von einem der vier Enkel am Ausgang einen nahrhaften, süßen Gruß mit: eine Tafel Schweizer Schokolade. Das ist symbolträchtig, stammt doch Rosmarie Schick aus der Schweiz und leben zwei ihrer Kinder und zwei Enkelkinder in der Schweiz.

Walter Rominger, Ebingen 

Erntedankfest am 30. September um 9.30 Uhr in der Galluskirche

mit den Kindergärten

Herzliche EInladung!

 

Gelungener Hüttengottesdienst – in diesem Jahr sogar mit Jubiläum

Ein strahlender Spätsommertag lockte eine stattliche Anzahl Gemeindeglieder zum längst zur guten Tradition gewordenen Gottesdienst im Grünen bei der Truchtelfinger Hütte am letzten Sonntag der Sommerferien; in diesem Jahr am 9. September (15. Sonntag nach Trinitatis). Zu diesem warmen Spätsommertag passte das Eingangslied „Die güldne Sonne“ (EG 449,1-4). Der Truchtelfinger Posaunenchor unter der Leitung von Willy Schneider begleitete dieses Lied sowie die übrigen in gewohnt bewährter Weise.

Schriftlesung (aus Matthäus 6) und Predigt (zu Psalm 146) waren aufeinander abgestimmt. Die Worte Jesu wenden sich gegen den Sorgengeist, während der Psalmbeter Gottes ewige Treue lobt. Der Psalm 146 gehört zu den fünf Psalmen am Ende des Psalmbuches, die in das Gotteslob einstimmen. Pfarrer Christoph Grosse machte deutlich, dass der Psalm 146 Beispiele nenne, an denen sich Gottes Treue zeige. Da werde ein Gott gelobt, der bei den Menschen ist; ein Gott, der denen die Hand hinstrecke, die keine Hoffnung mehr haben, damit sie wieder Hoffnung bekämen. Der Psalmbeter rede so, weil er so Gott erlebt habe. An uns sei es, das weiter zu erzählen, was wir mit Gott erlebt haben, damit die Menschen die Botschaft von dem hören, der sich uns zuwendet.

Nach der Predigt sang die Freiluftgemeinde das Lied „Du meine Seele singe“ von Paul Gerhardt, welches den Psalm 146 aufnimmt (EG 302,1.2.8). Nach dem Fürbittengebet, dem gemeinsamen Vaterunser und dem Schlusslied „Geh unter der Gnade“ (EG 543,1-3) richtete Frau Weber ein kurzes Grußwort an die Gemeinde. Sie konnte auf ein Jubiläum verweisen: Seit 50 Jahren kommt sie in jedem Jahr mit heranwachsenden Mädchen, die sich in einem Programm der eva (Evangelische Gesellschaft, Stuttgart) befinden zu einer Hüttenfreizeit. Sie bedankte sich dafür, dass dies immer möglich war. Für die gute Durchführung des diesjährigen Gottesdienstes bei der Truchtelfinger Hütte galt, wie auch in den Vorjahren, ein großer Dank dem Hüttenteam.

Nach einer kurzen „Umbaupause“ – Tische mussten gestellt werden – ging es zum „gemütlichen Teil“. Das Hüttenteam bot Deftiges vom Grill an, und das Kindergartenteam Rossental Kaffee und Kuchen. Noch recht lange saß man an den Tischen zusammen. Es war – wieder einmal – ein gelungener Gottesdienst im Grünen am Ende der Sommerferien.

Walter Rominger, Ebingen

 

Bei der Aktion Gratishilfe geht es ganz einfach darum, Mitmenschen aus Truchtelfingen etwas Gutes zu tun. Die Helfer bieten ihre Unterstützung gratis an und bedingungslos.

Das Angebot der Gratishilfe umfasst beispielsweise Gartenarbeitenm, kleinere Installationen und Reparaturen, Reinigungsarbeiten, Hausarbeiten, Beratungen, Ämterbegleitung, Spaziergänge, Fahrdienste, Transport und Kinderbetreuung. Die Helfer gehen davon aus, dass eventuell benötigtes Material zu Verfügung gestellt wird und die Arbeit nicht länger als 3 Stunden dauert.

Koordinationsbüro ab 12. September:

werktags von 10-12 Uhr und 17-19 Uhr, Tel. 07432 12303 /Fiedler

Bitte melden Sie sich hier, wenn Sie Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Können Sie sich vorstellen, ein paar Stunden bei der Aktion Gratishilfe mitzuhelfen? Dann wenden Sie sich bitte an das Pfarramt und teilen Sie uns mit, an welchen Tagen Sie mitmachen können: 07432 5136


 

Die Youngsters sind zurück !

Am Samstag, 29. September machen wir uns auf die Suche nach Mister X !

Dazu müssen Beweise gesammelt und ausgewertet werden, Rätsel gelöst und auf Verbrecherjagd gegangen werden.

Dazu brauchen wir Spürnasen im Alter von 9-13 Jahren

Samstag, 29. September um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Truchtelfingen

Bitte anmelden im Pfarramt!

Erntedankfest am 30. September um 9.30 Uhr in der Galluskirche

mit den Kindergärten

Herzliche EInladung!

 

  1. Am Freitag um 18.00 Uhr läuten an vielen Orten Europas 15 Minuten die Glocken anlässlich des UN Welttages des Friedens. In diesem Jahr werden wir an das Ende des 1. Weltkrieges und den 30jährigen Krieg erinnert. In Truchtelfingen findet dann um 18.15 Uhr ein kurzes Friedensgebet statt, zu dem wir sie herzlich einladen.
  1. Am Freitag um 18.00 Uhr läuten an vielen Orten Europas 15 Minuten die Glocken anlässlich des UN Welttages des Friedens. In diesem Jahr werden wir an das Ende des 1. Weltkrieges und den 30jährigen Krieg erinnert. In Truchtelfingen findet dann um 18.15 Uhr ein kurzes Friedensgebet statt, zu dem wir sie herzlich einladen.

Gottesdienst am Israelsonntag

In der langen festlosen Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest sticht der 10. Sonntag nach Trinitatis heraus. Es ist der Gedenktag der Zerstörung Jerusalems oder Israelsonntag (5. August 2018). An diesem wird in besonderer Weise der Verbundenheit der Kirche mit Israel gedacht.

Dass Christen keineswegs gegenüber Israel hochmütig sein können, das kam bereits in der Schriftlesung zum Ausdruck, dem Bußgebet des Propheten Daniel (Daniel 9,15-19). Und dass christlicher Glaube Glaube an den dreieinigen Gott ist, das brachte das gesungene Glaubensbekenntnis von Rudolf Alexander Schröder „Wir glauben Gott im höchsten Thron, …“ (EG 184,1-5) zum Ausdruck. Predigtgrundlage bildete Apostelgeschichte 3,1-21: Die Heilung des Gelähmten. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, dass Lukas in seinem Doppelwerk mit dieser Geschichte das Wirken Jesu mit dem der Jünger verknüpfe. Es komme zum Ausdruck, dass die Sache Jesu weitergehe. Die Gemeinde wachse. Es beginne zwar in Jerusalem, dort ist der Ausgangspunkt, aber es gehe weiter. An dieser Begebenheit, der Heilung des Gelähmten, merke man, dass Jesus lebe. Petrus wende sich nicht ab, sondern den Menschen zu, weil er deren Heil wolle. Das Evangelium die frohe Botschaft, sei auch immer Ruf zur Umkehr. Wir werden damit nicht beschämt. Gott wirke Versöhnung. Umkehr bedeute Aufstehen – und dann können wir Dinge verändern. Gedanken der Predigt waren im Lied „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395,1-3) des Zeitgenossen Peter Hertzsch (geb. 1930, Jena) aufgenommen.

Walter Rominger

Gottesdienst am Israelsonntag

In der langen festlosen Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest sticht der 10. Sonntag nach Trinitatis heraus. Es ist der Gedenktag der Zerstörung Jerusalems oder Israelsonntag (5. August 2018). An diesem wird in besonderer Weise der Verbundenheit der Kirche mit Israel gedacht.

Dass Christen keineswegs gegenüber Israel hochmütig sein können, das kam bereits in der Schriftlesung zum Ausdruck, dem Bußgebet des Propheten Daniel (Daniel 9,15-19). Und dass christlicher Glaube Glaube an den dreieinigen Gott ist, das brachte das gesungene Glaubensbekenntnis von Rudolf Alexander Schröder „Wir glauben Gott im höchsten Thron, …“ (EG 184,1-5) zum Ausdruck. Predigtgrundlage bildete Apostelgeschichte 3,1-21: Die Heilung des Gelähmten. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, dass Lukas in seinem Doppelwerk mit dieser Geschichte das Wirken Jesu mit dem der Jünger verknüpfe. Es komme zum Ausdruck, dass die Sache Jesu weitergehe. Die Gemeinde wachse. Es beginne zwar in Jerusalem, dort ist der Ausgangspunkt, aber es gehe weiter. An dieser Begebenheit, der Heilung des Gelähmten, merke man, dass Jesus lebe. Petrus wende sich nicht ab, sondern den Menschen zu, weil er deren Heil wolle. Das Evangelium die frohe Botschaft, sei auch immer Ruf zur Umkehr. Wir werden damit nicht beschämt. Gott wirke Versöhnung. Umkehr bedeute Aufstehen – und dann können wir Dinge verändern. Gedanken der Predigt waren im Lied „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395,1-3) des Zeitgenossen Peter Hertzsch (geb. 1930, Jena) aufgenommen.

Walter Rominger

„Jesus wirkt weltweit“

Tobias Köhler von „Hilfe für Brüder“ berichtet über das Wachsen der Gemeinde Jesu trotz aller Widerstände: Es ist wie in frühchristlicher Zeit

Die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen unterstützt seit Jahren die aus pietistischer Tradition hervorgegangene missionarisch-diakonische Organisation „Hilfe für Brüder“ (Stuttgart), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der weiten Welt einheimische Kirchen und Gemeinden durch Ausbildung, Katastrophenhilfe usw. zu unterstützen und deren Entwicklung in einer guten und gewünschten, weil an der Heiligen Schrift ausgerichteten Richtung, zu fördern. Der inzwischen 80jährige Stuttgarter Pfarrer Winrich Scheffbuch hat 1980 „Hilde für Brüder“ gegründet. Heute ist „Hilfe für Brüder“ in 100 Ländern weltweit tätig.

Tobias Köhler, der Leiter von „Hilfe für Brüder international“, berichtete im Gottesdienst am 15. Juli (siebter Sonntag nach Trinitatis), dass in Äthiopien, in dem einst eine marxistische Regierung herrschte, kürzlich ein Christ, der ursprünglich Moslem war, zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Bereits zu Beginn von dessen Regierungszeit ist es zum Friedensvertrag mit Eritrea gekommen. Tobias Köhler berichtete von der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen „Hilfe für Brüder“ und den äthiopischen Kirchen. Vieles von dem was etwa in Äthiopien erlebt werde, erinnere an das, was in der Apostelgeschichte berichtet werde. Trotz nicht zu leugnender Übergriffe auf Christen baue Jesus weltweit seine Gemeinde.

Es war dann auch naheliegend, dass Tobias Köhler einen Abschnitt aus der Apostelgeschichte (1,1-8, Christi Himmelfahrt) seiner Predigt zugrunde legte; bereits die Schriftlesung hatte auf das Thema Mission und Gemeinde eingestimmt (Apostelgeschichte 2,41-47, Die erste Gemeinde). Tobias Köhler stellte seine Predigt unter das Thema: „Jesus wirkt weltweit“. Er führte dies in dreifacher Weise aus. Zum einen: Jesus wirkt durchs sein Wort. Dieses Wort schaffe Fakten. Er warnte aber davor. Dieses Wort zu verwässern. Dann verliere es seine Kraft. In unseren Breiten sei vielfach der Egoismus zur Norm geworden. Doch es gelte, Kopf und Herz in Einklang miteinander zu bringen; Wort und Tat sollten zusammenkommen. Zum andern: Jesus wirkt durch seien Heiligen Geist. Die Gebetsbitte sei, Jesus möge mich gebrauchen können. Wie Jesus durch seinen Heiligen Geist wirkt, das verdeutlichte Tobias Köhler an der Entwicklung der Gemeinde Jesu im Iran. 1970 habe es in dem moslemischen Land so gut wie keine Christen gegen, gerade mal so um die 200. Zurzeit seien es bereits vier Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen. In keinem Land wachse die Christenheit mehr als im Iran. Dafür sei unterschiedliches verantwortlich: viele seien vom Islam enttäuscht, Jesus erscheine Menschen in Träumen und Visionen, christliche Sender strahlten evangelistische Sendungen aus. In die jungen Gemeinden sei zu investieren. Und schließlich: Jesus wirkt durch seine Mitarbeiter. Wir Christen seien eingebunden als Teil dieses weltweiten Geschehens. Verheißungsvoll ist dann: Jesu Gemeinde wächst weltweit.

Passend war das Lied nach der Predigt, ein Pfingstlied von Philipp Spitta, mit dem um den Heiligen Geist gebeten wird. „O komm du Geist der Wahrheit“ (EG 136,1-4) wie auch das Schlusslied von Josua Stegmann, mit dem um Gottes bleibende Begleitung gebeten wird: „Ach bleib mit deiner Gnade“ (EG 374,1-4).

Das Opfer dieses Gottesdienstes war freilich für „Hilfe für Brüder“ bestimmt. Es kommt einer Bibelschule in London zugute, die auch Prediger für den Iran ausbildet. Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit zu eventuellen Fragen an Tobias Köhler und konnte man sich mit Informationsmaterial versorgen.

Walter Rominger, Ebingen

Familiengottesdienst mit Superlativcharakter

Auf den Sonntag vor Ferienbeginn (22. Juli, 8. Sonntag nach Trinitatis) war in der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen ein Familiengottesdienst gelegt, der es wirklich in sich hatte, geradezu Maßstäbe setzte. Denn mit der Kinderkirche und dem Kirchenchor waren zwei wesentliche Gruppen der Gemeinde an der Gestaltung beteiligt; zudem wurde dann noch, passend zu einem Familiengottesdienst, ein Kind getauft. Thema des Gottesdienstes war der Prophet Jona, zu dem die Kinder der Kinderkirche und deren Helfer ein Singspiel aufführten, das durch Dias zusätzlich veranschaulicht wurde. Jona wird von Gott in die gottlose Stadt Ninive geschickt, um deren Bewohner zur Buße zu rufen. Und entgegen Jonas Vermutung tun dies die Bewohner Ninives, von deren obersten Repräsentanten bis zum einfachen Fußvolk. Damit ist Jonas Auftrag erfüllt, und damit endete auch das Singspiel der Kinderkirche. Pfarrer Christoph Grosse nahm die Prophetenerzählung von Jona auf, die ja auch nicht beendet ist. Jona wartet; auf Gottes Strafe an Ninive wartet er indes vergeblich. Und weil diese – zu Recht – ausbleibt, ist Jona zornig auf Gott. Gott erinnert den Propheten daran, dass er ihm zu Unrecht zürnt, wenn er Ninive verschont. Wie sich Jona schließlich verhält, bleibt offen: ob er Gott recht gibt oder weiterhin zürnt. Aber Jona muss lernen: Wir Menschen liegen Gott am Herzen. Gott ist auch ein berechenbarer Gott; er ist nämlich „gnädig, barmherzig und von großer Güte“ (Jona 4,2).

Der Kirchenchor bereicherte den Gottesdienst mit zwei Liedbeiträgen und sang bei den Gemeindeliedern im Wechsel mit der Gemeinde. Am Fürbittengebet waren Angehörige der Tauffamilie und Mitarbeiter der Kinderkirche beteiligt.

Dieser gelungene Familiengottesdienst war eine gute „Reklame“ für die Truchtelfinger Kinderkirche und so möge doch der fromme Wunsch, der in den gottesdienstlichen Abkündigungen laut wurde, nach den Sommerferien sollten doch einige neue Kinder dazukommen, in Erfüllung gehen.

Walter Rominger, Ebingen

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

Flötengruppe bereichert Gottesdienst auf eindrückliche Art und Weise

Zum Gottesdienst am 6. Sonntag nach Trinitatis, 8. Juli 2018

Wie sehr bereits eine zahlenmäßig recht überschaubare Flötengruppe den Gottesdienst zu beleben und emotional aufzuwerten vermag, das zeigte sich am 6. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest (8. Juli 2018). Dessen Vorspiel war nicht, wie gewohnt, durch die Orgel, sondern erfolgte durch die Flötengruppe der Truchtelfinger Kirchengemeinde.

Zwar gilt die lange Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest (in diesem Jahr zählen wir 23 Sonntage nach Trinitatis) als festlose Zeit im Kirchenjahr, aber an wesentliche Inhalte christlichen Glaubens wird an dem einen und anderen dieser Sonntage doch erinnert. Der 6. Sonntag nach Trinitatis erinnert uns an die Taufe, worauf auch der Wochenspruch (Jesaja 43,1) hinweist.

Im Zuge eines Kanzeltausches hielt Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen den Gottesdienst in der Galluskirche, während Pfarrer Christoph Grosse in der Onstmettinger Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche Dienst tat. Als Grundalge seiner Predigt hatte Pfarrer Philippus Maier eine Perikope aus dem Lukasevangelium ausgewählt (Lukas 14,25-35). Es sind vier Gleichnisse bzw. Bildworte, die in diesen gut zehn Versen stehen, wobei das Wort vom Kreuz tragen und Jesus nachfolgen dann Realität wird (Vers 26f.). In den Versen werde deutlich, wie unendlich kostbar es ist, Jünger Jesu zu sein. Aber es gelte auch, die Kosten dafür zu überschlagen, worauf, passend ausgewählt zur Predigtperikope, auch die alttestamentliche Schriftlesung hinausläuft (1.Könige 15,8-21). Jesus nachfolgen kann in dieser Welt durchaus Nachteile bringen und sogar das Leben kosten. Bleiben Christen in unseren Breiten auch vom Leiden noch weitgehend verschont, so sieht dies in anderen Teilen dieser Welt, besonders im islamischen Machtbereich, vollkommen anders aus. Und dennoch finden dort Menschen zum Glauben an Jesus. Sie haben unendlich mehr gefunden, als sie aufgeben. Freilich, von sich aus kann niemand Jesus in all dem Schweren was kommen kann, nachfolgen. Aber bei Jesus ist Hilfe zu haben. So können wir mit Jesu Hilfe alles drangeben und gewinnen Erlösung, Gott und die Ewigkeit. Welche herrliche Aussicht ist dies doch!

Außer dem Vorspiel steuerte die Flötengruppe zwei Zwischenspiele und das Nachspiel bei und begleitete auch den Gemeindegesang, teils abwechselnd mit der Orgel. Jedenfalls wurde der Gottesdienst durch die Flötengruppe bereichert und es ist gut, wenn eine Kirchengemeinde eine solche hat.

„Lobet ihn mit Posaunen“ (Psalm 150,3)

Serenade unter dem Kastanienbaum mit dem Posaunenchor

Die Glocken der nahen Galluskirche luden zur Serenade unterm Kastanienbaum im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Truchtelfingen. Es waren wohl gut 100  Besucher, die sich beim Kastanienbaum einfanden. Die Witterung war in diesem Jahr so, dass es sich gut im Freien sitzen ließ.

Das musikalische Programm war breit, wobei Zeitgenossen überwogen. Zusammengehalten wurde es vom Thema Wasser, inspiriert von der diesjährigen Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Viele der Stücke sind denn auch mit Wasser in Verbindung zu bringen, von dem alten Choral „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, gedichtet von Gerhard Tersteegen, über zwei Stücke aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, dem das Spiritual, „Wade In The Water“, das an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer erinnert, bis zu dem ruhigen, balladenartigen Stück „Wunderbarer Hirt“ nach Psalm 23. Die einleitenden beiden Stücke „Intrada“ und „Air“ stammten von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Zeitgenossen und persönlichen Freund Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Das diesen folgende „Fröhlich spielt ihr Bläser alle“ erinnerte an den ersten Landesposaunentag in Ulm nach dem Krieg, anlässlich dessen es entstand. Den offiziellen Schluss bildete das bekannte Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Doch ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Bläser nicht. In gewohnt gekonnter Weise musizierte der Truchtelfinger Posaunenchor unter Willy und Nico Schneider, die sich in der Leitung abwechselten.

Im Anschluss war durch Mitglieder des Posaunenchors für das leibliche Wohl im Saal des Gemeindehauses gesorgt: Zur Stärkung gab es Fleischküchle mit Wecken. Und wer dann wollte, konnte in Gemeinschaft ab 20:00 Uhr das Fußballspiel Schweden-Deutschland anschauen.

Walter Rominger

Aus Furcht wird Ehrfurcht

Familiengottesdienst am Johannistag

Als wahrlich vielseitig erwies sich der Familiengottesdienst am 24. Juni 2018, dem 4. Sonntag nach Trinitatis. In diesem Jahr fiel dieser Sonntag auf den Johannistag. Beteiligt war neben den Kindern und Erzieherinnen vom Kindergarten „Gänsbach“ auch noch der Kirchenchor. Dazu gab es die Aufnahme in die evangelische Kirche eines in der römisch-katholischen Kirche Getauften und im Anschluss den Kirchenkaffee.

Thematisch stand er Gottesdienst sowohl unter dem Gedenktag Johannes des Täufers als auch unter der „Sturmstillung“ (Matthäus 8,23-27; Markus 4,35-41; Lukas 8,22-25), die Pfarrer Christoph Grosse indes gut zusammenzuführen verstand. Nach dem Eingangslied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“ (EG 169), den Kindergartenkinder (Str. 1 + 2), Kirchenchor (Str. 3 + 4) und Gemeinde (Str. 5) im Wechsel sangen, betete die ganze Gemeinde Psalm 23, welcher in diesem Jahr die Kindergartenkinder begleitet. Eine „Sprechmotette“ zur „Sturmstillung“ führten die Kindergartenkinder, angeleitet von ihren Erzieherinnen, auf und erhielten am Ende Beifall. Nach dem Chorgesang „In dir ist Freude, in allem Leide“, nahm Pfarrer Christoph Grosse in der Predigt die „Sturmstillung“ auf. Aus Furcht vor dem Sturm werde bei den Jüngern Ehrfurcht vor Jesus. Bei ihnen komme es zu der Frage: Wer ist er – Jesus?  In ganz ähnlicher Weise habe auch Johannes der Täufer fragen lassen und sei von Jesus darauf verwiesen worden, auf die Zeichen, die er tue, zu achten. Wenn Jesus gewissermaßen mit im Boot ist, dann darf die Gewissheit bestehen, da ist einer, der größer als anderes ist. Er verspricht, bei uns zu sein alle Tage, bin an der Welt Ende (Matthäus 28,20). Da passte das Lied der Kindergartenkinder „Jesus fährt mit seinen Freunden übers Meer“.

Pfarrer Christoph Grosse teilte der Gemeinde mit, dass der frühere Truchtelfinger Pfarrer Günther Bayha (1975-1983) im Alter von 84 Jahren im fernen Australien, wo er zuvor lange Jahre verbracht hatte und auch seinen Ruhestand, im Alter von 84 Jahren heimgegangen sei.

Am Schluss des Familiengottesdienstes sangen Chor (Str. 1, 3, 5) und Gemeinde (Str. 2, 4, 8) im Wechsel aus Paul Gerhardts Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (EG 503) und nach dem Segen die Kindergartenkinder und der Kirchenchor das Segenslied „Gott steht hinter dir“.

Nach diesem beeindruckenden Familiengottesdienst traf sich noch eine stattliche Anzahl der Gemeindeglieder beim Kirchenkaffee. Dieser findet fast jeden Monat einmal statt. Dieses Mal war er bei angenehmer Temperatur und trockener Witterung auf dem Kirchhof.

Walter Rominger

„Lobet ihn mit Posaunen“ (Psalm 150,3)

Serenade unter dem Kastanienbaum mit dem Posaunenchor

Die Glocken der nahen Galluskirche luden zur Serenade unterm Kastanienbaum im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Truchtelfingen. Es waren wohl gut 100  Besucher, die sich beim Kastanienbaum einfanden. Die Witterung war in diesem Jahr so, dass es sich gut im Freien sitzen ließ.

Das musikalische Programm war breit, wobei Zeitgenossen überwogen. Zusammengehalten wurde es vom Thema Wasser, inspiriert von der diesjährigen Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Viele der Stücke sind denn auch mit Wasser in Verbindung zu bringen, von dem alten Choral „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, gedichtet von Gerhard Tersteegen, über zwei Stücke aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, dem das Spiritual, „Wade In The Water“, das an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer erinnert, bis zu dem ruhigen, balladenartigen Stück „Wunderbarer Hirt“ nach Psalm 23. Die einleitenden beiden Stücke „Intrada“ und „Air“ stammten von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Zeitgenossen und persönlichen Freund Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Das diesen folgende „Fröhlich spielt ihr Bläser alle“ erinnerte an den ersten Landesposaunentag in Ulm nach dem Krieg, anlässlich dessen es entstand. Den offiziellen Schluss bildete das bekannte Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Doch ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Bläser nicht. In gewohnt gekonnter Weise musizierte der Truchtelfinger Posaunenchor unter Willy und Nico Schneider, die sich in der Leitung abwechselten.

Im Anschluss war durch Mitglieder des Posaunenchors für das leibliche Wohl im Saal des Gemeindehauses gesorgt: Zur Stärkung gab es Fleischküchle mit Wecken. Und wer dann wollte, konnte in Gemeinschaft ab 20:00 Uhr das Fußballspiel Schweden-Deutschland anschauen.

Walter Rominger

Glaube im Gespräch

"Der Prophet Jona"

Donnerstag, 21. Juni um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Truchtelfingen

Herzlich willkommen!

Einladende Kirche sein

Festlicher Gottesdienst mit Posaunenchor und Taufe

Es war ein wirklich feierlicher Gottesdienst zum zweiten Sonntag nach Trinitatis (10. Juni 2018): Eine Taufe wurde gefeiert und der Truchtelfinger Posaunenchor spielte wieder einmal erhebend unter der bewährten Leitung seines langjährigen Dirigenten Willy Schneider. Der gesamte festliche Gottesdienst stand unter dem Spruch zu diesem Sonntag, dem Heilandsruf: „Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28). Dem Vorspiel durch den Posaunenchor folgte das Gemeindelied „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334,1-6). Schriftlesung war das Gleichnis Jesu vom großen Abendmahl (Lukas 14,15-24). Vor der Predigt sang die Gemeinde das Wochenlied „Ich lobe dich von ganzer Seelen“ (EG 250,1-3). In seiner Predigt zu 1.Korinther 14,1-3. 20-25) machte Pfarrer Christoph Grosse deutlich, es komme darauf an, so von Gott zu reden, dass es bei den Menschen ankomme und verstanden werde. Die Kirche Jesu Christi sei eine einladende Kirche. Die Sprache der Liebe spreche an. Er schloss mit dem Bibelvers, welchen die Tauffamilie für den Täufling ausgewählt hat: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinden das Böse mit Gutem“ (Römer 12,21). So habe Jesus gelebt. An seinen Nachfolgern sei es, zum Glauben an Jesus einzuladen und so zu leben, dass die Menschen verstehen: Es ist Jeus, der ruft.

In seiner kurzen Taufansprache sagte Pfarrer Christoph Grosse, vom Glauben müsse erzählt werden, sei doch die Bibel das große Erzählbuch der Taten Gottes. Er machte Mut dazu, den Kindern Geschichten aus der Bibel zu erzählen.

Auf die Taufe folgten als Tauflied „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3), Fürbitten und Vaterunser und als Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ (EG 171,1-4), bevor dann der festliche Gottesdienst mit dem Segenslied („Verleih uns Frieden gnädiglich“, EG 421), dem Segen und dem Nachspiel seinen Abschluss fand. An der Orgel saß der junge Till Grosse. Dieser Gottesdienst war beispielhaft für eine einladende Kirche.

Walter Rominger

Ein schöner Brauch: Gemeindefrühstück am Muttertag

Seit etwa 15 Jahren gibt es in unserer Kirchengemeinde zwei Mal pro Jahr ein Frühstück vor dem Gottesdienst: am zweiten Sonntag in Advent und am zweiten Sonntag im Mai, dem Muttertag. Dann kommen jedes Mal zahlreiche Gemeindeglieder ins Gemeindehaus und lassen sich an den schön gedeckten Tischen zum Frühstück nieder. An den Tischen kam  es zu teils angeregten und anregenden Gesprächen. Das gemeinsame Essen und Trinken stiftet Gemeinschaft und bringt Menschen einander näher. Darum geht es ja auch in einer Kirchengemeinde.

Nach diesem Gemeindefrühstück war der Gottesdienst zum Sonntag Exaudi. Pfarrer Christoph Grosse spürte man es ab, wie er noch ganz unter dem Eindruck der Kindergottesdiensttagung in Stuttgart stand, einem Begegnungsfest und einer Fortbildungsveranstaltung, an der er als Kindergottesdienstpfarrer des Kirchenbezirks Balingen zwei Tage teilnahm (die Tagung fand von Himmelfahrt bis Sonntag Exaudi, 10. bis 13. Mai mit 2000 Teilnehmern statt). Die Zahlen sind immer noch beachtlich: 184.000 Kindergottesdienste werden deutschlandweit gehalten; es gibt 48.000, meist ehrenamtliche Kindergottesdiensthelfer in 9.000 Helferteams. Weil Kinder in den Glauben hineinwachsen sollen, deshalb sei es wichtig, dass Kindergottesdienste stattfinden. Gottes Geist ziehe in die Herzen ein, gehe mit, wirke und lebe in ihnen. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Satz, unter dem die Kindergottesdienstkonferenz stand: „Aus gutem Grund auf gutem Grund“.  Walter Rominger

„Nun danket alle Gott …“

Eindrücke vom Konfirmationsgottesdienst in der Galluskirche

Unter festlichen Klängen des Posaunenchors zogen am Sonntag Kantate (29. April) 14 Konfirmanden in die gut besetzte Galluskirche zu ihrem Konfirmationsgottesdienst ein. Da der Katechismusteil bereits am Sonntag zuvor „absolviert“ worden war, durfte ein Gutteil der Aufregung weggefallen sein. So war dies denn auch ein entspannter Festgottesdienst mit Abendmahl. Passend dazu war das Eingangslied, wie auch andere, vor allem das Schlusslied. Drei Strophen aus „Lobe den Herren, den möchtigen König der Ehren“ (EG 317, 1. 2. 5, Joachim Neander) sang die Gemeinde zu Beginn, begleitet von Bernd Koch an der Orgel. Die Gebetsbitten des Kollektengebets trugen Konfirmanden vor. Passend zur Konfirmation, da damit ja auch der Ruf in die Nachfolge verbunden ist, war die Schriftlesung von der engen Pforte, die zum Leben fährt (Matthäus 7,13ff.). Ein Musikstück des Posaunenchors, der unter der bewährten Leitung von Nico Schneider musizierte, leitete zum Predigtteil über. Der Predigt vorangestellt war ein kurzer Film über die Konfirmandenzeit 2017/2018. Pfarrer Christoph Grosse legte seiner Predigt die Jahreslosung für 2018 zugrunde. „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Wie ein roter Faden zog sich, wenn auch unausgesprochen, „Nachfolge“ durch die Predigt. Es seien ganz starke Worte, die er den Konfirmanden mit auf ihren weiteren Lebensweg geben wolle. Auf diesem werde manches gelingen, aber auch so manche Durststrecke zu bewältigen sein und manches umsonst sein. Umsonst bedeute in der Jahreslosung gratis, kostenlos. Das Leben sei einem jeden geschenkt worden, ohne irgendeine Vorleistung. Pfarrer Christoph Grosse machte Mut, zum Glauben zu stehen. Es komme auch nicht allein darauf an, danach zu fragen, was mit gut tut, sondern auch was dem Nächsten dienlich ist. Wenn ich Jesus folge, dann brauche ich nicht andauernd zu überlegen, ob ich das auch durchhalte. Denn Gott verheiße mir, dass er mit ihr gehe. Pfarrer Christoph Grosse schloss mit der tiefen Wahrheit: Was wir glauben ist eine der wichtigsten Fragen in unserem Leben. Es ist gar das Wichtigste im Leben eines Christenmenschen.

Die Konfirmanden hatten ein Wunschlied für ihren Konfirmationsgottesdienst ausgewählt: „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3, Text: Manfred Siebald, Melodie: Kurt Frederic Kaiser), das die Gemeinde nach der Predigt sang (Begleitung: Strophe 1 Orgel; Strophe 2 und 3 Posaunenchor).

Nachdem am vorangehenden Sonntag das Apostolische Glaubensbekenntnis aufgesagt worden war, sang die Gemeinde im Konfirmationsgottesdienst ein Lied zum Glaubensbekenntnis, das zur Verpflichtung und Einsegnung überleitete. Unter Handauflegung wurden die Konfirmanden einzeln eingesegnet und ihnen ihre Denksprüche überreicht, die sie sich selbst ausgewählt hatten. Eltern und Paten der Konfirmanden trugen, versammelt vor dem Altar, einen Wunsch ihn Form eines Liedes vor: „Das wünsch ich dir“. Die (Laien)Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, richtete ein Grußwort an die frisch Konfirmierten. Sie lud diese in den Teeny-Kreis ein und gab der Hoffnung Ausdruck, ihr Konfirmationsspruch möge sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Ein besonderer Dank für ihr Engagement bei den Konfirmanden erging an Susanne Conzelmann und Torsten Gillmeister.

Das Lied „Jesus in my house“, vorgetragen von den Konfirmanden, leitete zum Abendmahl über. Die Austeilung geschah in Form der Wandelkommunion, so dass diese sich trotz der zahlreichen Abendmahlsgäste nicht in die Länge zog. Der Festgottesdienst ging dann auch seinem Ende zu. Auf den Dankpsalm folgte das Fürbittengebet, bei dem einzelne Konfirmanden Bitten vortrugen. Es schloss mit dem gemeinsamen Vaterunser. Vor dem Segen sang die Gemeinde das bekannte Lied von Martin Rinckart „Nun danket alle Gott“ (EG 321, Begleitung Strophe 1 Orgel; Strophe 2 Posaunenchor; Strophe 3 Orgel und Posaunenchor, Satz von Johann Sebastian Bach).

Unter Posaunenklängen zogen die Konfirmanden aus. Es schloss sich dann die Feier der einzelnen Konfirmandenfamilien an – und für ein Erinnerungsfoto blieb bestimmt auch noch Zeit; die Galluskirche war ja den ganzen Nachmittag hindurch geöffnet.

Walter Rominger.

Christi Himmelfahrt

   Donnerstag, 10. Mai

   Distriktsgottesdienst im Grünen

 

bei der alten St.-Michaels-Kirche Burgfelden 11.00 Uhr

mit Bläserinnen und Bläsern des Kirchendistrikts

im Anschluss einfache Bewirtung beim Bürgerhaus.

Für den Gottesdienst bitte nach Möglichkeit Klappstühle oder Decken mitbringen.

 

Bei schlechtem Wetter ist der Gottesdienst in der neuen St.-Michaels-Kirche (Kesselstr.11)

Die Youngsters sind wieder unterwegs!

Wann:                       Samstag, 5. Mai  2018 um 10.00 Uhr

Wo:                Gemeindehaus

Wir starten eine               Foto-Rallye!

Am 5. Mai verwandeln wir Truchtelfingen in eine große Foto-Kulisse!

Viele verschiedene Aufgaben stehen auf der Programmliste, dazu brauchen wir viele Kids mit schlauen Ideen. Bist Du dabei?

Wichtig! Damit wir planen können – auch für das Mittagessen - solltest Du Dich bis Donnerstag, 03. Mai beim Pfarramt anmelden:

-> per Telefon (07432/ 5136)

-> persönlich bei Pfarrer Grosse

-> per Mail hier

 

Wir freuen uns auf Dich:

Jugendreferent Kevin Klatt und die Evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen

P.S. Falls Du oder Deine Eltern nicht möchten, dass Du eventuell auf einem Foto für die Presse, Publikationen der Kirchengemeinde oder des Evangelischen jugendwerks erscheinst, bitte bei der Anmeldung Bescheid geben!

„Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld …“

Eindrücke vom Karfreitagsgottesdienst

Ganz dem Kasus angepasst und angemessen war der Abendmahlsgottesdienst zum Karfreitag. Lieder, Lesungen, Gebete und die Predigt waren auf das Sterben Jesu, dem Opfer für Sünder, ausgerichtet. Dem feierlichen, geradezu erhebenden Vorspiel durch den Posaunenchor folgten das spätmittelalterliche Lied „Ehre sei dir, Christe“ (EG 75,1-3), ein ursprünglich orthodoxes „Sanctus“ (EG 185,4), als Wechselgebet Teile aus Psalm 22 (EG 708) und dann als Schriftlesung der Bericht vom Sterben Jesu (nach Johannes 19,16-30). Als „Glaubensbekenntnis“ sprach die Gemeinde, passend zu Karfreitag, das alttestamentliche Lied vom Gottesknecht aus dem Propheten Jesaja (53,4ff.). Danach stimmte die Gemeinde mit abwechselnder Begleitung von Orgel und Posaunenchor das geradezu berühmte und so berührende Lied zum Karfreitag von Paul Gerhardt an: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ (EG 83,1.2.4).

In seiner Predigt zu Hebräer 9,15.26-28, sagte Pfarrer Christoph Grosse, das Geschehen des Karfreitags sei aus der Perspektive von Ostern aus zu bedenken. So sind auch die frühen Christen verfahren, etwa der Verfasser des Hebräerbriefes. Jesus sei erschienen, um als Opfer die Sünden hinweg zu nehmen, um sich für andere zu opfern. Der Ausdruck Opfer sei im Deutschen mehrdeutig; Opfer könne ein Schimpfwort sein. Im Englischen werde richtegerweise unterschieden in sacrifice, was Hingabe bedeute, und in victim, was bedeute, zum Opfer werden. Bereits die Menschwerdung Jesu sei ein Opfer gewesen. Sein Opfer am Kreuz hebe alle anderen Ofer auf. Jesus macht den Weg zu Gott frei, indem er zum Opfer wird. Man dürfe Jesus auf seiner Seite wissen und könne darauf warten, dass Jesus einem begegne.

Das Passionslied „Das Kreuz ist aufgerichtet“ (EG 94,1-5), das teils von der Orgel und teils vom Posaunenchor begleitet wurde, leitete zur Abendmahlsfeier über. Nach Schuldbekenntnis und Zuspruch der Vergebung wurde noch das Gemeindelid „Korn das in die Erde“ (EG 98,1-3) mit Begleitung des Posaunenchors gesungen. Während des Abendmahlsempfangs erklang dezent die Orgel. Mit dem Dankgebet, zwei Gemeindeliedern („Kreuz auf das ich schaue“, EG 548,1-3; „Nun gehören unsere Herzen“, EG 93,1 – als Segenslied) und dem aaronitischen Segen fand der Gottesdienst zu Karfreitag sein Ende. Zu weiterem Nachdenken über das Sterben Jesu dürfte  er durchaus angeregt haben. Der Posaunenchor spielte unter seinem langjährigen Leiter Willy Schneider, und an der Orgel saß Bernd Koch.

Walter Rominger

Mitarbeiter gesucht

Für den Kindergarten Gänsbach suchen wir ab sofort eine Reinigungskraft als Krankheitsvertretung für täglich 2 1/2 Stunden.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Kirchenpflegerin Carmen Essigbeck oder im Pfarramt.

Für den Kindergarten Rossental suchen wir ab 1. Mai einen Hausmeister für die Außenanlagen, kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten sowie Schneeräumen. Der Umfang der Beschäftigung beträgt ca. 5 Wochenstunden.

„Der Herr ist auferstanden“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!

Zur Feier der Osternacht

Eine stattliche Anzahl von Christen fand sich frühmorgens um 6.00 Uhr trotz verhaltener Temperatur am die Dunkelheit erhellenden Osterfeuer hinter der Truchtelfinger Galluskirche ein. Sie wollten die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus feiern, der an jenem ersten Ostermorgen in der Frühe aus dem Grab mit unsterblichem Herrlichkeitsleib erstanden ist.

Mit sich wiederholenden Liedern, begleitet von der Flötengruppe, Gebeten und Lesungen zog die Gemeinde in die noch dunkle Kirche ein. Auf das Osterbekenntnis: „Der Herr ist auferstanden“ antwortete die Gemeinde: „Er ist wahrhaftig auferstanden“. Der bereits mittelalterliche Osterchoral „Christ ist erstanden“ (EG 99) erklang. Pfarrer Christoph Grosse verdeutlichte dann anhand von 1.Thessalonicher 4,13ff., dass Christen Ostern als Hoffnungstag feiern. Gott führe, so der Apostel Paulus, ans Ziel, in den Himmel, die, die bereits entschlafen sind, als auch die, die noch leben.

An der großen Osterkerze, die am Osterfeuer entzündet wurde, hatten die Gottesdienstbesucher inzwischen ihre kleinen Kerzen angezündet. Auch das Licht war mittlerweile eingeschaltet und die Orgel tat ihren Dienst.

Das alte Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100,1 + 2) leitete zur Tauferinnerung über. Jesus habe seine Jünger mit der Taufe beauftragt (Matthäus 28,18-20) und Paulus diese Handlung dann gedeutet (Römer 6). Mit der Taufe hat das Neue begonnen; der Getaufte ist mit Jesus auferstanden und durch die Taufe zu Gottes Kind geworden. Zur Erinnerung an ihre eigene Taufe konnten sich die  Gottesdienstbesucher am Taufbecken mit Wasser benetzen. Die Tauferinnerung fand ihren Abschluss mit dem bekannten Tauflied „Ich bin getauft auf deinen Namen“ (EG 200,1).

Die sich anschließende Abendmahlsfeier wurde eingeleitet mit dem Gemeindelid „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ (EG 229,1-3). Nach der Austeilung des Abendmahls ging die Osternachtsfeier mit dem Dankpsalm, dem Fürbittengebet und Vaterunser und dem Gemeindelied „Er ist erstanden, Halleluja“ (EG 116,1-5) zu Ende. An den Lesungen waren Konfirmanden beteiligt. Auch war die Feier der Osternacht in die Mini-Osterfreizeit integriert, die am Karsamstag und Ostersonntag erstmalig stattfand, und von Süddeutscher Gemeinschaft und Kirchengemeinde gemeinsam getragen wurde. Die Feier der Osternacht war beeindruckend, wurde in ihr doch in Lesungen, Gebeten und Liedern das grundstürzendste Ereignis, das je stattfand, zur Sprache gebracht und gefeiert: die Überwindung des Todes durch Christus und damit der Anbruch der Neuschöpfung.

Nach der Feier der Osternacht war die Gemeinde zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus eingeladen. Konfirmanden und Jugendliche, die an der Mini-Osterfreizeit teilnahmen, hatten die Frühstückstische gedeckt und besorgten anschließend den Abwasch. Nicht wenige aus der Gemeinde ließen sich an den drei in langen Tafeln aufgestellten Tischen nieder, genossen den gedeckten Tisch und pflegten angeregte Unterhaltungen.

Walter Rominger

Mini- Osterfreizeit für Jugendliche und junge Erwachsene

Ostersamstag und Ostersonntag im Gemeindehaus (ohne Übernachtung)

Samstag 9.30 Uhr – 22.00 Uhr - Sonntag 6.00 Uhr (Osternacht) – 21.00 Uhr

Mit Bibelgespräch, Musik, Spielen, Kreativem, Osterrallye, Gemeinschaft u.v.m.

Kosten: 10,- € pro Tag (inkl. Mahlzeiten) – es ist auch möglich, nur an einem Tag teilzunehmen.

Veranstalter: Evang. Kirchengemeinde Truchtelfingen und Süddeutsche Gemeinschaft Truchtelfingen

Zur Anmeldung geht es hier

Mini-Osterfreizeit

7 Wochen ohne Kneifen

Denkanstöße der evangelischen Kirche zur Fastenzeit

Am 14. Februar beginnt die Fastenzeit. Traditionell verkneifen sich Christen in der Fastenzeit Süßes, Alkohol oder den Braten am Wochenende. Was aber, wenn man die sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern mal nicht verzichtet, sondern über sich hinauswächst und Neues ausprobiert? Dieser Frage geht die Aktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirche nach.

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Was wäre wenn ich meinen Frust nicht in mich reinfresse? Wenn ich offen anspreche was mich stört und die Gefahr eines unangenehmen Gesprächs auf mich nehme? Denn nur durch ein klärendes Gespräch kann sich meine Situation verbessern, oder? Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“, wird sich seinen Zweifeln stellen. Er wird bei der Vorstandssitzung seines Vereins ansprechen was ihn stört, auch wenn ihn das zum „Buhmann“ machen wird. „Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter“, sagt Brummer.

Seit mehr als 30 Jahren lädt die evangelische Kirche in Deutschland zur Fastenaktion „7 Wochen ohne“ ein. In jedem Jahr stehen steht diese Zeit unter einem bestimmten Motto. Vergangenes Jahr war es zum Beispiel „7 Wochen ohne Sofort“. Das Ziel der Aktionen ist, die Fastenzeit nicht nur auf den Verzicht von kalorienreichen Genussmitteln zu reduzieren, sondern neue Denkanstöße zu geben. Die Teilnehmer bekommen Impulse, wie sie die traditionelle Fastenzeit nutzen können um festgefahrenen Denkmustern im Alltag zu entkommen. Im besten Fall wächst man über sich hinaus und erfreut sich das ganze Jahr über an den neuen Erkenntnissen.

Alle Impulse sind eng mit Bibelstellen, Psalmen oder Menschen aus der evangelischen Kirchengeschichte verknüpft.

Mit gutem Geld die Welt FAIRändern

Informatives Männervesper in Tailfingen

Eine zweifache Premiere brachte das 38. Männervesper am 9. März in Tailfingen im Foyer der Zollern Alb-Halle. Zum einen sprach mit Frau Dr. Christina Alff erstmals nach bald 20 –jährigem Bestehen der Männervesper in Tailfingen eine Frau in dieser reinen Männerrunde und musizierte ebenfalls zum ersten Mal das Blechbläserensemble „MessingRüssel“, das sich aus Posaunenbläsern aus den Talganggemeinden zusammensetzt.

Nach schwungvollem Einstieg durch „MessingRüssel“ und einem ausgiebigen Vesper sprach dann Frau Dr. Christina Alff aus Stuttgart, Referentin bei der Genossenschaft Oikocredit, zum Thema „Mit Geld die Welt FAIRändern“. Sie wollte dafür sensibilisieren, was richtig angelegtes Geld positiv bewirken kann. Christina Alff berichtete, dass Oikocredit Kleinkredite zu niedrigen Zinsen an innovative Menschen in der Dritten Welt weitergebe, die bei gängigen Kreditinstituten wegen mangelnder Sicherheit keine bekämen. Die Kreditnehmer sehen sich in ihrer Würde bestätigt und empfinden Stolz, wenn sie die Darlehen zurückzahlen könnten. Zurzeit fördere Oikocredit etwa 800 Projekte in 70 Entwicklungsländern. Oikocredit hat ein Vermögen von einer Milliarde und Geldeinlagen von über 54000 Menschen.

Besonders (Eigen)Initiativen von Frauen werden gefördert, da diese das Geld, das sie verdienen, in die Bildung und Gesundheit ihrer Kinder stecken. Oikocredit ist bestrebt, Landwirtschaft und fairen Handel miteinander zu verknüpfen, da dann die Menschen am Anfang der Wertschöpfungskette mehr verdienen. Genossenschaften werden gefördert, weil so Zwischenhändler ausgeschaltet sind und damit die Chance für Entwicklungsländer bestehe, ihre Rohprodukte selbst weiter zu verarbeiten. Wenn Arbeit und Lohn vorhanden sind, dann ist der Anreiz, das Land zu verlassen, nicht mehr groß. Seit einigen Jahren ist Oikocredit auch bei erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie und Wasserkraft eingestiegen, von denen Drittweltländer reichlich haben.

Die Dividende betrug während der vergangenen 27 Jahre im Durchschnitt zwei Prozent; angesichts der dauerhaften Niedrigzinsphase wird sie sich wohl nicht halten lassen.

Nach einigen Musikstücken von „MessingRüssel“ ging mit Brahms Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht …“ eine bereichernde Abendveranstaltung zu Ende.

Das kommende Männervesper findet am 26. Oktober 2018 im Foyer der Zollern Alb-Halle statt. Referent ist dann Gemeinschaftspastor Günter Röhm aus Ebingen. Sein Thema lautet: „Prioritäten“.

Walter Rominger

 „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast“

Ein wirklich gelungener Familiengottesdienst am Sonntag Lätare

Mitten in der Passionszeit ein Hauch von Freude und Innehalten – das ist der Sonntag Lätare (Freuet euch); da klingt bereits österliche Freude an. Diese Vorfreude auf Ostern mitten in der Passionszeit kam denn auch bei, Familiengottesdienst am 11. März geradezu spürbar zum Ausdruck. Gut vorbereitet waren die Kinder des Kindergartens Rossental zusammen mit ihren Erzieherinnen gekommen, um den Gottesdienst mitzugestalten. Und sie machten ihre Sache wirklich prima. Vom Lied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“, sangen sie, begleitet von einer Gitarre, die ersten beiden Strophen, die Erwachsenengemeinde dann die nächsten beiden und alle zusammen die fünfte Strophe. Psalm 23 hatten sie offensichtlich auswendig gelernt und beteten diesen dann zusammen mit den Erwachsenen.

Ein wahrhaft freudiges Ereignis ist die Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum (Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-10; vgl. auch Johannes 4,43-54), dessen kranken Knecht Jesus durch eine „Fernheilung“ von dessen Krankheit befreit. In einem Anspiel verdeutlichten die Kinder des Kindergartens diese Krankenheilung und wurden dafür mit spontanem Beifall aus der Gemeinde bedacht. In seiner Predigt ging Pfarrer Christoph Grosse ebenfalls auf diese Geschichte ein. Auch wenn keine Heilung geschehe, vollziehe sich so manches Mal ein Wunder, dann nämlich, wenn jemand zum Heil komme, was mehr sei, als gesund zu werden; es sei dann, wenn die Seele nicht mehr weine. Und dafür genüge manchmal ein Wort. Aber manchmal bekämen wir auch keine Antwort; Gott schweige. Das müssten wir aushalten. Trost sei auch dann vorhanden, wenn ich merke, Gott ist da, auch wenn er schweigt. Gott nehme nicht alle Last einfach ab, aber er helfe tragen. Pfarrer Christoph Grosse schloss gewissermaßen mit der Wiederholung: Heil ist, wenn mir die Seele nicht mehr weh tut.

Darauf nahm der Familiengottesdienst den gewohnten Gottesdienstverlauf und kam auch rasch zu seinem Ende. Nach dem Dank an die Kindergartenkinder und deren Erziehrinnen sangen diese noch das Segenslied: „Gott hält über dir segnend seine Hand“.

Im Anschluss an den Familiengottesdienst waren alle zum Kirchenkaffee eingeladen. Recht viele aus der Gemeinde blieben und unterhielten sich bei selbstgemachtem Kuchen und heißem Kaffee teils recht angeregt. Somit fand ein gelungener Gottesdienst einen schönen Abschluss.

Walter Rominger, Ebingen

„Geh unter der Gnade …“

Goldene Konfirmation in der Galluskirche am Sonntag Oculi

Es war, passend zum Anlass, ein schöner Vorfrühlingstag. Die Kirchengemeinde Truchtelfingen feierte am Sonntag Oculi (4. März) das Fest der Goldenen Konfirmation. Am 24. März 1968, dem Sonntag Lätare, waren 36 Konfirmanden und Konfirmandinnen vom langjährigen Truchtelfinger Pfarrer Rudolf Funk eingesegnet worden.

Dem Anlass entsprechend war der Gottesdienst in der Galluskirche festlich gestaltet, wozu ganz wesentlich das erhebende Spiel des Posaunenchors unter der Leitung von Nico Schneider beitrug. Nach festlichem Vorspiel und Begrüßung der Jubel-Konfirmanden und der Gemeinde durch Pfarrer Christoph Grosse, war das Lied zum Beginn des Gottesdienstes ein Danklied (Danke, für diesen guten Morgen, EG 334,1-6, von Martin Gotthard Schneider, Begleitung durch den Posaunenchor), wobei das Thema Dank den gesamten Gottesdienst durchzog und auch in der Predigt leitend war, ohne dass der „Ernst der Nachfolge“, welchen die Schriftlesung zum Ausdruck brachte, ausgeklammert blieb.

Treffend stellte Nico Schneider zum Zwischenspiel des Posaunenchors mit dem Titel „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ fest, dass dies gut zur Konfirmation passe, bei der es doch um ein Festmachen des Glaubens gehe. Und Pfarrer Christoph Grosse ergänzte das, indem er einleitend zum Apostolischen Glaubensbekenntnis sagte, auch das Sprechen dieses sei ein Ja zum eigenen Glauben („Ich glaube …“).

Der Predigt lag Lukas 17,11-19 zugrunde, eine Begebenheit aus dem Leben Jesu: Er heilt zehn Aussätzige, aber nur einer kehrt um und dankt Jesus – und das ist ausgerechnet ein verachteter Samaritaner, ein „halber Heide“. Pfarrer Christoph Grosse richtete seine Predigt am Kasus aus, also der Jubel-Konfirmation. Die Gedanken gingen an einem solchen Tag zurück und es werde bestimmt die Frage aufkommen: Weißt du noch? Ja, darüber was damals und in all den Jahren dazwischen war, haben sich die Jubel-Konfirmanden sicher auch beim „gemütlichen Teil“ der Feier, nach dem feierlichen in der Kirche, nachgedacht. Es bestehe, so Pfarrer Christoph Grosse, aller Grund zur Dankbarkeit. Doch nehmen wir das Gute oft einfach als selbstverständlich hin, und fragten nur nach Gott, wenn es nicht mehr rund laufe. Jesus seien auch die neun, die nicht umkehrten und dankten, wichtig. Gesundheit sei das halbe Leben, sage man, doch die andere Hälfte sei Dankbarkeit. Und sie führe weiter. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Hinweis, das, was Jesus zu dem, der umkehrte, gesagt habe, könne Ansporn für uns sein: „Stehe auf und gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.“ Das Lied nach der Predigt nahm den Gedanken des Bleibens bei Jesus und der Nachfolge auf: „Bei dir Jesu will ich bleiben …“ (Philipp Spitta, EG 406,1-4), bei dem der Posaunenchor die ersten beiden Strophen und die Orgel die restlichen zwei begleitete.

Pfarrer Christoph Grosse gab den Jubel-Konfirmanden die Jahreslosung für 2018 mit auf ihren weiteren Lebensweg: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Er las die Namen der anwesenden Jubel-Konfirmanden vor, die sich vor dem Altar aufstellten, ein Erinnerungsfoto wurde gemacht und ihnen, wie damals bei ihrer Einsegnung, der Segen zugesprochen.

Das Segensleid „Geh unter der Gnade …“ (Manfred Siebald, EG 5434,1-3) folgte darauf, bevor namentlich der bereits verstorbenen Jubel-Konfirmanden gedacht wurde. Für einen jeden war auf dem Taufstein eine brennende Kerze aufgestellt. Es waren nicht wenige, die diese Jubel-Konfirmation nicht erlebten, wiewohl sie dies doch gerne hätten.

Das bekannte Danklied „Nun danket alle Gott …“ (Martin Rinckart, EG 321,1-3), begleitet vom Posaunenchor, schloss gewissermaßen den Teil Jubel-Konfirmation ab und leitete über zu einem weiteren Dank. Dazu war der Anlass das 40jährige Dienstjubiläum als Kindergärtnerin von Frau Beate Beck, die zudem seit 1990 die Leitung des Kindergartens im Rossental hat. Es war ein beidseitiger Dank. Zum einen von Seiten der Kirchengemeinde und ihrer Kolleginnen, die ihren Dank in launiger Weise borbrachten, zum andern bedankte sich Beate Beck für die gute Zusammenarbeit mit dem ganzen Kindergartenteam. Applaus ist ein solches Jubiläum wert – und dieser erfolgte aus der Gemeinde.

Nach dem Segen erklang als Segenslied der Gemeinde die erste Strophe des Passionsliedes „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha …“ (Friedrich v. Bodelschwingh d. J., EG 93). Wenn schon der Leiter des Posaunenchors der Ansicht ist, „seine“ Bläser und Bläserinnen hätten ihr Bestes gegeben, dann kann die Gemeinde applaudieren, was sie auch tat.

Die Jubel-Konfirmanden stellten sich zu einem weiteren Erinnerungsfoto unter dem rundbogigen Eingang zum Friedhof auf und konnten dann zum nächsten „Programmpunkt“ übergehen.

Walter Rominger