Losung des Tages:

Sonntag, 15.09.2019

13. Sonntag nach Trinitatis

Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!

Psalm 18,2

Eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Sie fing an, Jesu Füße mit Tränen zu netzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit dem Salböl.

Lukas 7,37.38

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Aktuelle Meldungen:

Gottesdienst im Grünen findet in diesem Jahr witterungsbedingt im regensicheren Gemeindehaus statt

Am letzten Sonntag in den Sommerferien feiert die Truchtelfinger Kirchengemeinde traditionell einen „Gottesdienst im Grünen“ bei der Truchtelfinger Hütte auf dem Degerfeld. In den vergangenen Jahren konnte der Gottesdienst auch immer bei der Hütte stattfinden. Doch in diesem Jahr fand der „Gottesdienst im Grünen“ witterungsbedingt im Gemeindehaus statt. Ausgiebige Regenfälle in der Nacht zum Sonntag und an diesem Tag (8. September 2019) ließen dies geraten erscheinen. Aber er fand regen Zuspruch. Obwohl fast im gesamten großen Saal lange Tischreihen aufgestellt waren, so dass nach dem Ende des Gottesdienstes rasch mit dem Essen begonnen werden konnte, mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle einen Sitzplatz finden konnten. Auch zahlreiche Kinder waren gekommen, die vor der Predigt im Obergeschoss „verschwanden“ und dort ihren Kindergottesdienst hatten.

Nach dem Vorspiel durch den Posaunenchor unter Nico Schneider, der auch die gesamte Liedbegleitung übernahm, dem Gruß durch Pfarrer Christoph Grosse und der Verlesung des Wochenspruchs (Jesaja 42,3), sang die Gemeinde zum Eingang: „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 534,1-4). Auf Psalmgebet (Psalm 91) und Eingangsgebet folgte als Schriftlesung Jesaja 29,17-24. Das Lied „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“ (EG 656,1-3) leitete zur Predigt über. Grundlage dieser war Apostelgeschichte 3,1-10, die Heilung eines Gelähmten durch Petrus und Johannes. Es ist zur Sterbestunde Jesu (9. Stunde, 15.00 Uhr), als Petrus und Johannes in den Tempel gehen und vor dem Tor, durch das Jesus am Palmsonntag in Jerusalem einzog und nach jüdischer Überzeugung der Messias kommen soll, einen blinden Bettler sitzen sehen. Da er als unrein gilt, darf er nicht in den Tempel. Von Petrus und Johannes bekommt er kein Geld, dafür aber einen Blick, und somit ein Gesicht. In der Geschichte wird deutlich, dass Gott keine medizinischen Grenzen gesetzt sind. Eine Erfahrung ist, dass das Denken der anderen einen Behinderten oft mehr eingrenzt als dessen Behinderung. Kennzeichen der christlichen Gemeinde sei es von Anfang an gewesen, dass sie ansonsten Ausgegrenzte aufnahm. Die Gemeinde soll offene Türen haben und Inklusion leben.

Nach der Predigt sang die Gemeinde den bekannten Choral von Paul Gerhardt „Ich singe dir mit Herz und Mund“ (EG 324,1.2.7.13). Mit Fürbittengebet und Vaterunser, dem Schlusslied „Herr, ich sehe deine Welt“, während dem die Kollekte eingesammelt wurde und dem Segen ging der Gottesdienst zu Ende. Doch damit musste an diesem Sonntag noch niemand nach Hause. Wer wollte, konnte sein Mittagessen im Gemeindehaus einnehmen. Das Hüttenteam hatte Köstliches auf dem Grill bereitet. Konfirmanden boten Kaffee und Kuchen gegen eine Spende an, die der Konfirmandenarbeit zugutekommt. Die meisten der Gottesdienstbesucher blieben noch zum Essen zurück. An den Tischen und in Gesprächsgruppen unterhielt man sich. Wie es bei solchen Anlässen oft ist, hatte man sich so manches zu erzählen.

Walter Rominger, Ebingen

Für unseren Kindergarten Gänsbach suchen wir eine/n Erzieher/in (m/w/d) 50 - 100%.

Unser Kindergarten arbeitet

mit Kindern von 2 bis 6 Jahren in VÖ, Regelöffnungszeiten und Ganztagsplätzen und ist Montags bis Donnerstags von 7.30 Uhr - 16.30 Uhr, Freitags von 7.30 - 14.00 Uhr geöffnet. Wir haben zwei altershomogene Gruppen.

Wir wünschen uns von Ihnen
- Interesse an der Umsetzung des christlichen Erziehungsauftrages und Mitgliedschaft in der ev. Kirche.
- Freude an der Arbeit mit Kindern und Eltern
- Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Organisationstalent, kreatives, zuverlässiges und eigenverantwortliches Handeln und eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Es erwartet Sie
-        eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit
-        ein aufgeschlossenes, motiviertes Team
-        Vergütung nach KAO (TvöD) und Zusatzversorgung, die Stelle ist in S7 eingruppiert.

Für den Kindergarten Rossental suchen wir eine/n Hausmeister/in (m/w/d) ca. 5 WoSt für die Außenanlagen, Kleinreparaturen und Wartungsarbeiten sowie ggf. Schneeräumen.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.
Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich: Evang. Pfarramt Truchtelfingen, Am Gänsbach 15, 72461 Albstadt, Kontakt

Für unsere Kindergärten suchen wir eine/n

Erzieher/in (m/w/d) 50 - 100%

Wir wünschen uns von Ihnen

- Interesse an der Umsetzung des christlichen Erziehungsauftrages und Mitgliedschaft in der ev. Kirche.

- Freude an der Arbeit mit Kindern und Eltern

-        Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Organisationstalent, kreatives, zuverlässiges und eigenverantwortliches Handeln und eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Es erwartet Sie

-        eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit

-        ein aufgeschlossenes, motiviertes Team

-        Vergütung nach KAO (TvöD) und Zusatzversorgung

Außerdem  suchen wir eine/n

Hausmeister/in (m/w/d) ca. 5 WoSt.

Nähere Informationen unter www.galluskirche.de.

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?

Dann bewerben Sie sich: Evang. Pfarramt Truchtelfingen,

Am Gänsbach 15, 72461 Albstadt, pfarramt.truchtelfingen@elkw.de

 

„Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst“

Zum Gottesdienst am Israelsonntag

Der zehnte Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest stellt das Verhältnis der Kirche zu Israel heraus. Die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen beging den Israelsonntag (früher: Gedenktag der Zerstörung Jerusalems) mit einem Abendmahlsgottesdienst. Der Gottesdienst am 25. August zeichnete sich dadurch aus, dass ausschließlich Lieder, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, gesungen wurden: Zum Eingang: „Kommt herbei, singt dem Herrn“ (EG 601,1-3, Diethard Zilz, 1962); dem folgte, wie in fast jedem Gottesdienst der Taizé-Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576, Jacques Berthier, 1989); als Lied vor der Predigt mit Begleitung durch Gitarre und Keyboard war ein gesungenes Glaubensbekenntnis (Neue Lieder plus, Nr. 54, Albert Frey); das Lied nach der Predigt war das so hoffnungsvolle Lied „Ich glaube fest, dass alles anders wird“ (EG 661,1-4, Martin Bogdahn, 1990); vor der Austeilung des Abendmahls sang die Gemeinde wieder ein Lied aus Taizé „Nichts soll dich ängsten“ (EG 574, Jacques Berthier, 1984); das Schlusslied war wiederum aus „Neue Lieder plus“: „Finden wir Verschiedenen zusammen“ (Nr. 137,1-4, Text: Frieder Dehlinger, Melodie: Andres Lloyd Webber, im Musical Jesus Christ Superstar); das Segensleid war „Keiner kann allein“ (EG 170,2, Dieter Trautwein, 1978).

Als Psalm betete die Gemeinde im Wechsel mit dem Liturgen Psalm 122 (in: Neue Lieder plus, Nr. 918). Die Schriftlesung war ein Abschnitt aus dem achten Kapitel des Propheten Sacharja.

Der Predigt von Pfarrer Christoph Grosse lag die Perikope Markus 12,28-34, die Frage nach dem größten Gebot, zugrunde. Ein Schriftgelehrter kommt mit der ehrlichen Frage zu Jesus, welches denn das größte Gebot sei. Schließlich kennt das Judentum einige hundert Verbote und Gebote. Jesus nennt das Doppelgebot der Lebe: Gott lieben und seinen Nächsten gleich wie sich selbst. In Gottes- und Nächstenliebe lassen sich die zehn Gebote aufteilen. Auf die erste Tafel kommen die Gebote 1 bis 4, welche das Verhältnis zu Gott betreffen, auf die zweite Tafel kommen die Gebote 5 bis 10, die das Verhältnis zum Nächsten betreffen. Wohl habe die erste Tafel Priorität, da sie vorangestellt sei; doch müsse sich die Liebe zu Gott auch an der Liebe zum Nächsten messen lassen. So wie Israel die Erfahrung gemacht habe, von Gott geliebt zu sein, so dürften auch wir Christen diese machen. Zunächst gehe es darum, dass ich Liebe von Gott erhalte und damit, vergleichbar einer Wasserschale, gefüllt werde. Meine Liebe zu Gott ist meine Antwort auf sein Kommen zu uns Menschen. Gott lieben heiße, ihn zur Mitte meines Lebens zu machen.

Mit der Feier des Abendmahls nahm der Gottesdienst seinen weiteren Verlauf und danach mit Segen und Orgelnachspiel auch sein Ende. Gestärkt mit dem „Brot des Lebens“ konnten darauf die Gottesdienstbesucher in den Sommertag hinaus- und in die neue Woche hineingehen.

Walter Rominger, Ebingen

„Sommerfest neben dem Kastanienbaum“

Ein gelungenes Fest des Posaunenchors trotz nicht idealen Wetters

Gerade zum 28. Juli, dem sechsten Sonntag nach Trinitatis, hatte der Sommer eine „Verschnaufpause“ eingelegt. Nach einigen heißen Tagen war es zwar angenehm kühl, aber es stand zu befürchten, dass bei einer Durchführung des Sommerfestes des Posaunenchors Truchtelfingen unter dem Kastanienbaum dieses in Wasser fallen könnte. Und so taten die Verantwortlichen denn auch recht, diese seit Jahren in Truchtelfingen etablierte Veranstaltung zum Ferienbeginn ins Gemeindehaus zu verlegen, das ja nicht mehr als einen halben Steinwurf vom Kastanienbaum entfernt ist. Pfarrer Christoph Grosse nannte es dann auch ganz treffend ein Sommerfest neben dem Kastanienbaum. Dass die Entscheidung für eine Verlegung ins Gemeindehaus richtig war, sollte sich denn auch schon gegen 13.00 Uhr zeigen, als ein über Stunden anhaltender Dauerregen einsetzte.

Am Beginn des Sommerfestes stand freilich ein Gottesdienst. Bereits mit seinem Vorspiel stimmte der Posaunenchor unter Nico Schneider auf das erste Lied ein, das Sommerlied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Im Wechsel mit Pfarrer Christoph Grosse betete die doch zahlreich versammelte Gemeinde Psalm 139.

In der Predigt zu 1.Petrus 2,2-10 ging es darum, wie ich Sicherheit erlangen kann. „Gib mir einfach nur ein bisschen Sicherheit“, wie es in einem Lied der Gruppe „Silbermond“ heißt, bringe das Gefühl so vieler zum Ausdruck. Was gibt mir Sicherheit? Wovon lebe ich? Wie bin ich überhaupt zum Glauben gekommen? Solche Fragen stellte Pfarrer Christoph Grosse zu Beginn, um dann fortzufahren, dass man Christ nicht einfach so beiläufig werde. Damals, als der 1. Petrusbrief geschrieben wurde, seien die Christen eine Minderheit in einer eher feindseligen Umwelt gewesen. Wenn auch viele von ihnen Jesus nicht (mehr) persönlich gekannt haben, so haben sie jedoch die Botschaft von ihm gehört; und dies hat sie verändert. Sie haben sich bewusst dem Christentum zugewandt, wodurch sich ihr Lebensstil veränderte. Christsein bedeute eine Entscheidung, die unser Leben präge. Der Glaube brauche Nahrung, damit er wachsen könne. Menschen fragten nach der Zusage Gottes, welche bei der Taufe, der Konfirmation, aber auch bei jedem Gottesdienst im Segen gegeben werde. Nahrung des Glaubens erhalte ich durch das Wort Gottes, welches auf ganz unterschiedliche Weise erfolgen könne, etwa durch das Lesen der Bibel, die Herrnhuter Losungen, ein Kalenderblatt. Auch seien Vergewisserung und gegenseitiger Austausch wichtig. Manchmal müsse man als Christ auch Stein des Anstoßes sein. Christen kämpften für das Leben, in ganz besonderer Weise an dessen Anfang und Ende, und auch für die gebeutelte Schöpfung. Gott sei es, der Veränderung sowie auch Anfänge ermögliche.

Die Bläser und Bläserinnen des Posaunenchors vollbrachten an diesem Tag eine beachtenswerte Leistung. Nach dem Spiel wurden sie sogleich dafür benötigt, um den Gästen aufzuwarten. So waren sie als Grillmeister, am Zapfhahn und vor allem als Bedienungen tätig. Außer Kaffee und selbstgemachten Kuchen musste man sich nichts selbst holen. Man bestellte einfach bei den freundlichen Bedienungen und bekam dann sein Steak oder seine Wurst mich Salat oder Wecken, ebenso die Kaltgetränke, serviert.

Es war ein rundum gelungenes Sommerfest. Die Besucher traten denn auch völlig zufrieden den Heimweg an und freuen sich bestimmt schon auf das Sommerfest 2020. Der Posaunenchor Truchtelfingen versteht nicht allein sein Bläserspiel, sondern genauso Planung und  Durchführung von Gemeindefesten. Alle Achtung. 

Walter Rominger

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