Losung des Tages:

Mittwoch, 24.05.2017

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

5.Mose 7,9

/Jesus betet:/ Das ist das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Johannes 17,3

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Womit wir leben können: Glaube, Hoffnung, Liebe

Eindrücke vom Konfirmationsgottesdienst in Truchtelfingen

Von Anfang bis Ende eindrücklich und gelungen war der Gottesdienst zur Konfirmation in der Galluskirche am 7. Mai, dem Sonntag Jubilate. Traditionelles und Modernes, ja fast gar Experimentierfreudigkeit, waren in ihm gut vereint und ausgewogen. Auch wenn der Gottesdienst dennoch traditionell verlief, hatte er fast den Charakter eins Familiengottesdienstes.

Zur festlichen Bläsermusik des wieder einmal gekonnt spielenden Truchtelfinger Posaunenchors zogen die 13 Konfirmanden und Konfirmandinnen mit Pfarrer Grosse und ihren Konfirmandenbegleitern in die Kirche ein. Wie während ihrer Konfirmandenzeit in anderen, ganz „normalen“ Sonntagsgottesdiensten, waren die Konfirmanden auch in „ihrem“ Festgottesdienst als Liturgen mit Lesungen und Gebetsbitten beteiligt.

Das Thema des Gottesdienstes, bereits in der Schriftlesung durch das Hohelied der Liebe (1.Korinther 13) eingeführt, war denn auch: Glaube – Hoffnung – Liebe (1.Korinther 13,13). Pfarrer Grosse führte in seine Predigt durch filmische Szenen aus der Konfirmandenzeit ein, unterlegt mit dem Song: „Leben wie ein Feuerwerk“. Die drei Worte Glaube, Hoffnung, Liebe, auch als christliche  Kardinaltugenden bezeichnet, wiesen auf Gott und den Nächsten hin. Christoph Grosse erinnerte an den so vielseitigen Gelehrten Albert Schweitzer (1875-1965), der als „Urwaldoktor“ bekannt ist und dessen Einstellung die Ehrfurcht vor dem Leben war. Diese Einstellung sei ein guter Grundsatz. Seine Predigt beendete Pfarrer Grosse mit der Zusage, Glaube, Hoffnung, Liebe tragen das Leben. Darauf sollen Christen vertrauen und damit Hoffnung schöpfen für ihr Leben und die Welt. Passend zur Predigt sang die Festgemeinde die drei Strophen des neuen Kirchenliedes „Liebe ist nicht nur ein Wort“ (1973, EG 650).

Zur Einsegnung der Konfirmanden verlas Frau Susanne Conzelmann deren Denksprüche. Bei diesen fiel auf, dass die meisten  aus dem Alten Testament ausgewählt wurden und das Vertrauen auf Gottes Führung und Bewahrung ausdrücken. Nach der Einsegnung formierten sich Eltern und Paten der Konfirmanden zu einem Chor und trugen das Segenslied „Geh unter der Gnade“ (1987, EG 543) vor, bevor Frau Adelheid Streich, die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats ein Grußwort an die Konfirmanden richtete, in welchem sie diese an ihre Rechte erinnerte (etwa das Patenamt) und sie dazu ermutigte, täglich eine Zeit der Besinnung einzulegen, um mit Gott im Gespräch zu sein.

Den Fürbitten schloss sich die Feier des Heiligen Abendmahls an, das in der Form der Intinctio (Eintauchen der Hostie in den Kelch) begangen wurde.

Der Posaunenchor unter der Leitung von Willy bzw. Nico Schneider und Bernd Koch an der Orgel musizierten gut aufeinander abgestimmt. Wohltuend war, dass während des Gottesdienstes nicht fotografiert und gefilmt wurde, so dass Andacht und Feierlichkeit dadurch nicht beeinträchtigt waren und die Einmaligkeit als solche erhalten blieb. Obwohl der Festgottesdienst so vielfältig war, dauerte er nicht länger als eineinhalb Stunden. Die Konfirmanden mit ihren Angehörigen und die übrige Gemeinde werden diesen Festgottesdienst in guter Erinnerung behalten.

Walter Rominger

Katechismussprechen und Gnadenhochzeit in einem Gottesdienst

In der Truchtelfinger Kirchengemeinde hat der Katechismusgottesdienst eine Woche vor der Konfirmation eine gute Tradition. Freilich, für die Konfirmanden sorgt dieser auch für Anspannung und Aufregung, so auch für die 13 dieses Jahres am 30. April 2017, dem Sonntag des guten Hirten. Teils gemeinsam, teils auch einzeln, sagten sie die noch so manchem Gemeindeglied altvertrauten Katechismusverse zu den Zehn Geboten, den Sakramenten und dem Glaubensbekenntnis aus der Feder des Wittenberger Reformators Martin Luther und des Württemberger Johannes Brenz auf, welche von Liedern, die die Konfirmanden ausgewählt hatten, unterbrochen wurden.

Passend zur Hinführung auf die Konfirmation legte Pfarrer Christoph Grosse seiner Predigt einige Verse aus dem sechsten Kapitel des Johannesevangeliums zugrunde. Da wird davon berichtet, wie sich viele, zunächst von Jesus begeistert, von ihm zurückziehen, weil er ihre Erwartungen nicht erfüllt. Jesus nehme die Menschen an, die ihm begegnen, so Pfarrer Grosse. Wenn er sie zurechtbringe, dann sei das nur gut für sie. Wer sich zu Jesus bekenne, der sage: Ich will diesem Jesus folgen.

In diesem Gottesdienst wurde auch der mehr als seltenen Gnadenhochzeit (70 Jahre) der Eheleute Walter und Irene Schien gedacht und dem altgewordenen Ehepaar die von Landesbischof Frank Otfried July unterschriebene Urkunde der württembergischen Landeskirche anlässlich dieses Jubiläums von Pfarrer Grosse überreicht. Dieser sagte, er habe in seiner bisherigen Zeit als Pfarrer noch nie eine Gnadenhochzeit erlebt.

Bei gutem Wetter konnte, wer wollte, den Gottesdienst beim Kirchenkaffee im Freien ausklingen lassen.

Walter Rominger