Losung des Tages:

Montag, 27.05.2019

Ich will dich preisen und deinen Ruhm besingen unter den Völkern.

Psalm 18,50

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.

Apostelgeschichte 4,20

© Evangelische Brüder-Unität–Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen
finden Sie hier.

Herzlich Willkommen

Aktuelle Meldungen:

Tora-Lernwoche

Zum Download des Anmeldeflyer das Bild anklicken.

Gemeindefrühstück zum Muttertag

Zweimal im Jahr, jeweils am Muttertag und am zweiten Sonntag im Advent, sind Gemeindeglieder aus Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück ins Gemeindehaus eingeladen.

Nun war es wieder soweit, am Sonntag Jubilate (12. Mai 2019). Und zahlreich erschienen die Gemeindeglieder zum Frühstück vor dem Gottesdienst. An den liebevoll dekorierten Tischen nahmen sie Platz. Am Frühstücksbüffet konnte man sich zum Frühstücksgebäck „eindecken“, sowie mit Marmelade und Müsli. Kaffee, Milch und Zucker, sowie Butter, Wurst und Käse gab’s an den Tischen. Da musste niemand hungrig weggehen. Gespräche stärken auf jeden Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und zu angeregten Gesprächen ist es gekommen. So wird sich so mancher „Frühstücksgast“ bereits auf das nächste Gemeindefrühstück am kommenden zweiten Adventssonntag, dem 8. Dezember 2019, freuen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen die meisten der Besucher die kurze Strecke zur Galluskirche, um am Gottesdienst teilzunehmen. Dieser war auf das Lob des Schöpfers und seiner Schöpfung abgestellt, was bereits im Eingangslied „Wenn ich o Schöpfer, deine Macht“ (EG 506,1-6, von Christian Fürchtegott Gellert) im Eingangspsalm (Ps 66), der Schriftlesung (Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1,1ff.) und dann im Wochenlied, das durch die neue Perikopenordnung gegenüber früher auch verändert ist, „Die ganze Welt, Herr Jesu Christ“ (EG 110,1-6, von Friedrich von Spee) deutlich wurde. Auf diese Thematik war auch die Predigtperikope, Sprüche 8,22-36, abgestimmt, die ebenfalls neu in die Perikopenreihe kam; über Abschnitte aus den Sprüchen wurde vordem kaum, wenn überhappt gepredigt. In diesem Abschnitt der Sprüche komme zum einen die Ordnung, die bewahren und weiterbringen wolle, zum andern das Spiel, bei dem nicht geplant werde, zum Ausdruck. Beim Spielen sei man von Grenzen befreit, so Pfarrer Christoph Grosse. Auch der Gottesdienst sei solch ein Ort, an dem wir tun, als ob alles anders wäre. Pfarrer Christoph Grosse erzählte dann vom Ausflug zur Synagoge nach Zürich am Vortag, wo ihm ganz neu aufgegangen sei, wie wir Christen, analog zum Sabbat der Juden, den Sonntag wieder ganz neu als Tag für Gott entdecken könnten. So könne man sich die leeren Hände durch Gottes Schöpferkraft neu füllen lassen. Auch das Segenslied, die Strophen 13 bis 15 aus dem bekannten Sommerlied „Geh aus mein Herz“ (EG 503, von Paul Gerhardt) wies noch einmal auf den Schöpfer und dessen Schöpfung hin, bevor dann der aaronitische Segen den Gottesdienst beschloss.

Walter Rominger, Ebingen

 „Du bist ein Gott, der mich sieht“

Zum Familiengottesdienst am 5. Mai 2019 in Truchtelfingen

Wenn in der Truchtelfinger Kirchengemeinde ein Familiengottesdienst mit Beteiligung der Kindergartenkinder und deren Erzieherinnen angekündigt ist, dann können sich dessen Besucher auf einen ansprechenden Gottesdient einstellen. Und wer nicht dabei war, hat etwas versäumt. So war es denn auch wieder am vergangenen Sonntag, dem Sonntag des guten Hirten (Misericordias Domini, 5. Mai 2019). Da zeigte sich wieder einmal, was mit Kindergartenkindern erarbeitet und erreicht werden kann. Diesmal zeigten sie ein Spiel zum Turmbau zu Babel (1.Mose 11,1-9). Damit hatten sie sich offensichtlich in den letzten Wochen beschäftigt. Das Volk will größer und mächtiger werden als Gott es ist. Deshalb wollen sie den riesigen Turm bauen. Der Turm wird höher und höher. Doch Gott verwirrt ihre Sprache, so dass sie nicht weiterbauen können. Der Turm bleibt als Bauruine stehen und stürzt mit der Zeit ein. Das zeigten die Kindergartenkinder, indem sie den aus Kartons aufgestellten Turm umstießen, was ihnen Freude bereitete. Nach der Verwirrung der Sprachen und dem dadurch herbeigeführten Ende des Turmbaus wussten die Menschen wieder, dass Gott der Größte und Mächtigste ist. Mit einem passenden Lied in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Latein), fand das Spiel der Kinder beider Truchtelfinger Kindergärten einen schönen Abschluss.

Pfarrer Christoph Grosse nahm in seiner kurz gehaltenen Predigt die Geschichte vom Turmbau zu Babel auf. Damals wollten die Menschen hoch hinaus. Doch auch heute sei die Sehnsucht groß, hoch hinaus zu wollen. Alles scheine möglich zu sein. Der Bürger sei gläsern geworden und alles von ihm werde deshalb durchschaut. Es sei so verheißungsvoll, dass es in der Bibel stehe: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Das klinge ganz anders, als das, was wir im Internet an Spuren hinterließen. Die Menschen wollten unsterblich sein. Gott habe ihr größenwahnsinniges Projekt unterbrochen. Manche Dinge könne man eben nicht. Doch Gott, der immer noch Gott ist, fängt noch einmal an – mit Abraham (1.Mose 12ff.). Immer noch kommt Gott zu uns. Bei ihm müssen wir uns keinen großen Namen machen. Bei ihm sind wir gut dran.

Dem schloss sich das Lied der Kindergartenkinder an: „Wir sind eingeladen zum Leben“, wobei die Gemeinde mitsingen konnte. Spontaner Applaus kam nach dem Ende des Liedes auf. Nach Fürbitten, die von verschiedenen vorgetragen wurden und Vaterunser folgte noch die Segensbitte, abgedruckt in „Neue Lieder plus“ (Nr. 44,1+3) und vorgesungen von den Kindern der Kindergärten, wobei auch diesmal die Gemeinde zum Mitsingen eingeladen war, bevor mit dem aaronitischen Segen und dem Orgelnachspiel der Gottesdienst sein Ende fand. Die Lieder der Kinder begleiteten Pfarrer Christoph Grosse auf der Gitarre und Bernd Koch am Keyboard, der auch die Orgel spielte.

Anschließend war Kirchenkaffee. Eine große Anzahl der Gottesdienstbesucher blieb dafür zurück. Verschiedene Kuchen konnte man sich munden lassen. Am Ende konnte man sich an die Speisung der 5000 (Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-5) und an die der 4000 (Matthäus 15,32-39; Markus 8,1-10) erinnert wissen; damals blieb Brot übrig; beim Kirchenkaffee Kuchen und das, obwohl nicht gerade wenige dem angebotenen Kuchen zusprachen. Das war ein wirklich schöner Anschluss und Abschluss eines beeindruckenden Familiengottesdienstes.

Walter Rominger, Ebingen

Alle Gottesdienste und Veranstaltungen der Gruppen und Kreise finden Sie unter Termine zum Download (Gallusbote) (links anklicken) oder unten im Kalender (Wochenansicht wählen)